Neugestaltung in Binzen
: Gemeinderäte sind für Sitzstufen im Rathaushof

Der Gemeinderat Binzen vergibt die Ausführungsplanung für den Rathaushof an die Planer von der AG Freiraum. Weitere Infos zum Wasserrückhalt für Bäume gefordert.
Von
Christoph Schennen
Binzen
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Auf dem neuen Rathaushof sollen künftig nur noch drei Fahrzeuge parken.

Christoph Schennen

Der Gemeinderat hat mehrheitlich der Entwurfsplanung für die Neugestaltung des Rathaushofs als ersten von drei Bauabschnitten des Projekts „Umgestaltung der Ortsmitte“ zugestimmt. Die Mittel von 55 000 Euro werden im Haushaltsjahr 2026 bereitgestellt.

Andreas Böhringer hat den Entwurf noch einmal erläutert. Seinen Plänen zufolge soll das vorhandene Porphyr-Pflaster entlang der Gebäude erhalten bleiben, der Asphalt aber rausgenommen und durch ein Granitpflaster in ungebundener Bauweise ersetzt werden. Die Fugen dieses Belags sind wasserdurchlässig. Auch der Rathausplatz soll mit diesem Material gepflastert werden. Frank Krumm fragte, ob die Gemeinde Mittel aus einem „Entsiegelungs“-Förderprogramm beantragen könne. Böhringer meinte, für die Umsetzung des ersten Bauabschnittes bekomme man nur Mittel aus einem Förderprogramm.

Getrennte Abstimmung

Diskutiert wurde, ob man auf die Sitzstufen vor der Zehntscheune und die Rigolen für die drei Baumstandorte verzichten will. Über die beiden Punkte wurde getrennt abgestimmt. Der Bau der Sitzstufen wurden bei einer Enthaltung beschlossen, die Abstimmung über die Rigolen vertagt. Hier soll Böhringer nun weitere Informationen zu den Rigolen liefern, unter anderem ihre genaue Größe. In einer der nächsten Sitzungen soll dann abgestimmt werden, ob die Bäume auf dem Rathaushof Rigolen bekommen oder nicht.

Entscheidung zu Speichersystemen für die Bäume

Baumrigolen sind unterirdische Speichersysteme aus Kunststoff, die Regenwasser aufnehmen und kontrolliert an den Baumstandort abgeben. Sie leiten das Oberflächenwasser durch das Wurzelkammersystem, überschüssiges Wasser wird in den Abwasserkanal geleitet. Eine Alternative wäre es, die Bäume per Hand zu gießen, wie man das etwa beim Blumenschmuck entlang der Hauptstraße macht. Die Wasserversorgung ist angesichts des Klimawandels ein existenzieller Faktor für einen Baum.

Situation der Parkplätze

Diana Duhalt-Nestle hob die Bedeutung von Parkplätzen für den Innenhof hervor. Die Senioren müssten zum Mittagstisch gebracht werden, die Kinder in die Tanzschule. Im Innenhof sind drei Parkplätze vorgesehen, davon ist einer ein Behinderten-Parkplatz. Die Verwaltung könne selber entscheiden, ob sie zusätzliches Parken im Innenhof erlaube, entgegnete Andreas Böhringer. Der Planer ist davon überzeugt, dass der Innenhof mit drei, vier Parkplätzen weniger aber akzeptiert werde. Bürgermeister Andreas Schneucker sagte, wenn die Leute sehen, welche Qualität der neue Platz habe, würden sie vielleicht gar nicht mehr auf dem Hof parken wollen.

Frage nach wichtigeren Themen

Martin Weckerle kritisierte die Neugestaltung des Innenhofs und fragt, ob es nicht „dringendere Themen der Daseinsfürsorge“ gebe für die man Geld brauche. Frank Krumm wies darauf hin, dass es unerlässlich sei, in Pflastersteine zu investieren. „Wir haben Menschen, die sich beim Gang über den Rathausplatz verletzt haben.“

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