Neuenburg am Rhein
: Das Ziel: Nepomukfest auf LGS-Gelände

Der Neuenburger Gemeinderat stellt dafür 160 000 Euro in den Haushalt ein.
Von
Volker Münch
Neünburg
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Das Nepomukfest soll traditionell Mitte Juli stattfinden – diesmal allerdings in den Rheingärten.

Alexander Anlicker

Das Votum fiel einstimmig aus. Damit ist die finanzielle Grundlage für ein neues Nepomukfest geschaffen. Nun kann die Planung in die entscheidende Phase weitergehen. Der Termin für das Nepomukfest bleibt traditionell Mitte Juli.

Große Widerstände

Die Nachricht, dass das Nepomukfest 2025 ersatzlos gestrichen werden sollte, war „ein Schock für die Vereine der Zähringerstadt“ (wir berichteten am 15. November). Begründet wurde die Festpause damit, dass zunächst ein neues Konzept erarbeitet werden müsse, das die rechtlichen Rahmenbedingungen und erforderlichen Sicherheitsaspekte erfüllt, insbesondere was den Brandschutz angeht. Das sorgte indes für große Widerstände. Kritisiert wurde von den Vereinen vor allem auch eine zu späte Kommunikation durch Stadtverwaltung und Gemeinderat. Mittlerweile sitzen Verwaltung und die am Nepomukfest beteiligten Vereine wieder an einem Tisch und arbeiten gemeinsam an einer Lösung, mit der Absicht, schon in diesem Jahr wieder ein Nepomukfest veranstalten zu können.

Ziel ist es, das machte Bürgermeister Jens Fondy-Langela gemeinsam mit den Vereinen deutlich, ein Nepomukfest in den Rheingärten auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände zu organisieren und damit den Konflikten in der Innenstadt aus dem Weg zu gehen.

Neue Herausforderungen

Das allerdings ist mit neuen Herausforderungen gepaart, wie der Bürgermeister und die zuständige Teamleiterin Andrea Leisinger in der Ratssitzung am Montagabend deutlich machten. „Es gibt noch einige unbekannte Faktoren, die eine abschließende Kosteneinschätzung schwierig machen“, sagte der Rathauschef. Mit der Bereitstellung von Haushaltsmitteln soll aber auch ein positives Signal für das Fest und an die Vereine ausgehen, unterstrich Fondy-Langela. Weil bisher noch keine Veranstaltung dieser Größe in den Rheingärten stattgefunden habe, sei eine Kalkulation der Ausgaben gerade im Bereich der Infrastruktur schwer möglich, heißt es in der Beratungsvorlage.

Leisinger präzisierte das in der Sitzung: „Es geht nicht um die Versorgung als solches, sondern vor allen Dingen um die Feinverteilung der Leitungen für Wasser, Abwasser und Strom in die einzelnen Lauben.“ Außerdem brauche es zusätzliche Finanzmittel, um den neuen Standort zu bewerben, für eine neue Bühne mit entsprechendem Musikprogramm und Unterstützung durch externe Fachkräfte bei der Planung und Umsetzung. „Grundlage für eine grobe Kostenschätzung sind sowohl die Erfahrungswerte aus den vergangenen Nepomukfesten als auch Erfahrungswerte aus kleineren Veranstaltungen in den Rheingärten.“ So addierten die Rathausmitarbeiter einen ersten Schätzbetrag auf etwa 160  000 Euro, die nun über Umschichtungen im städtischen Haushalt zu einer neuen Kostenstelle zusammengetragen werden sollen.

Riesenrad am Rhein

Zurzeit laufen viele Gespräche mit den beteiligten Vereinen, hieß es in der Sitzung. Dabei geht es auch um das Aufstellen eines möglichen Standplanes für die Lauben, berichtete die zuständige Sachbearbeiterin in Leisingers Team, Monika Herzfeld. Aber nicht nur die Lauben sollen in den Rheingärten eine – möglicherweise ständige – neue Heimat bekommen. Auch der Vergnügungspark des Schaustellerunternehmens Hahn wird ans Rheinufer umziehen. „Dort soll auch das Riesenrad aufgestellt werden“, berichtete Bürgermeister Fondy-Langela.

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