Neubauprojekt in Basel: Messeparkhaus weicht Rosentalturm

Das Messeparkhaus in Basel wird abgerissen. An seiner Stelle soll der Rosentalturm gebaut werden.
Michael WerndorffDavon werden 74 zur Kostenmiete angeboten. Dies geht aus der seit Mittwoch aufliegenden Baupublikation der MCH Group hervor. Der Bebauungsplan sieht einen Anteil von 40 Prozent preisgünstiger Wohnungen vor, jedoch mit einer Obergrenze von 10 000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche in diesem Segment. Die Zahl der Wohnungen könne sich bis zur Realisierung noch leicht verändern, da sie von der endgültigen Größe der einzelnen Einheiten abhänge, präzisierte die MCH Group auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Geplante seien vor allem Familienwohnungen mit 3,5 bis 5,5 Zimmern.
Turm wird 94 Meter hoch
Die Bauherrin will das bestehende Messeparkhaus abreißen und dort einen 94 Meter hohen Turm errichten. Auf der Seite hin zur Riehenstraße ist zudem ein Längsbau geplant. Nebst Wohnraum sind 1400 Quadratmeter Gewerbefläche vorgesehen. Mit dem Abbruch des Parkhauses fallen 1143 Parkplätze weg. Stattdessen sollen 731 Parkplätze in einer mehrgeschossigen Tiefgarage Platz finden. Dabei stehen 549 der Öffentlichkeit zur Verfügung, wie es in der Baupublikation heißt.
Zwischen Rosentalturm und dem Längsgebäude ist ein Innenhof vorgesehen, der als öffentlich zugänglicher Park und Fortsetzung der Rosentalanlage zum Verweilen einladen soll. Der Hof wird mit einem Pavillon, einem Baumhain, Gastroangebot und Spielgeräten versehen.
Sechs Baumfällungen
Ein Punkt, welcher der Große Rat vor fünf Jahren im Bebauungsplan festhielt, ist der Erhalt der elf geschützten Rosskastanien am angrenzenden Rand der Rosentalanlage. Die Bauarbeiten stellen auch für das Wurzelwerk der über 80-jährigen Bäume keine Gefahr dar. Wegen der benachbarten Baugrube muss nur eine geringe Anzahl Wurzeln entfernt werden, wodurch es gesamten Baumbestand „keine Vitalitätseinbußen“ gibt, wie es in der Baupublikation heißt. Insgesamt werden sechs Bäume gefällt, wobei keine Rosskastanie darunter ist. Es sind Ersatzpflanzungen vorgesehen. Der Rosentalturm wird Erdwärmesonden geothermisch beheizt und mit einer Fassadenbegrünung versehen, wie es weiter heißt. Die Einsprachefrist für das Bauprojekt läuft bis am 28. November.