Neubau der Umfahrung in Whylen
: Kampfmittelsuche läuft bei B34-Projekt

Die geplanten Arbeiten für die Ortsumfahrung und die Bundesstraße B 34 neu in Wyhlen schreiten trotz der aktuellen Bauferien voran.
Von
Heinz Vollmar
Grenzach Wyhlen
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Nach etwaigen Kampfmitteln aus dem zweiten Weltkrieg wird in diesen Tagen oberhalb der Bahnlinie an der Straße „Am Wasserkraftwerk“ gebohrt.

Heinz Vollmar

Nachdem die Absperrungen am Geh-und Radweg an der Straße am Kraftwerk immer wieder mutwillig entfernt wurden (wir berichteten), wurde der Durchgang jetzt mit einem Holzverschlag und einer Eisentür unwiderruflich versperrt. Grund sind die Arbeiten für die Trassenführung südlich der Bahnlinie, die bis kurz vor den Bauferien in vollem Gange waren und Anfang September fortgesetzt werden sollen.

Probebohrungen wegen Kampfmittel: Bei einem Vororttermin mit dem Projektleiter des Regierungspräsidiums Martin Laufer teilte dieser mit, dass derzeit nördlich der Eisenbahnüberführung Probebohrungen durchgeführt werden um festzustellen, ob sich irgendwelche Kampfmittel aus dem zweiten Weltkrieg im Untergrund befänden. Die Bohrungen seien wichtig, weil an gleicher Stelle ein Entwässerungsrohr für die Leuengraben-Entwässerung im sogenannten Druckpressverfahren unter der Bahnlinie verlegt werden soll. Eine Verlegung vom bisherigen Entwässerungsverlauf sei deswegen wichtig, weil das Brückenbauwerk für die Trasse der B 34 neu sowie der darunter verlaufende Geh- und Radweg auch künftig über eine lichte Höhe von drei Metern verfügen soll und abgesenkt werden muss.

Entwässerung: Weitere Maßnahmen zur Entwässerung würden weiter östlich den Langmattgraben betreffen, um im Rahmen des Baus der B 34 neu auch dort die Entwässerung in Richtung Rhein zu gewährleisten. Teilweise bereits realisiert sind indes Lärmschutzwälle, die den Lärm der B 34 neu in Richtung des Naturschutzgebietes Altrhein oder in Richtung FFH-Gebietes abzuschotten. Ein weiterer Lärmschutzwall soll darüber hinaus im südlichen Bereich der Siedlung gebaut werden, wo sich noch ein Grünzug zwischen Bahnlinie und Wohnbebauung befindet.

Neue Brücke: Mit dem Bau einer Brücke im Bereich der Trassenführung des Altrheins soll im kommenden Jahr begonnen werden, so Projektleiter Martin Laufer. Diese soll eine sogenannte Winkelstützabsicherung mit Bohrpfahlwänden beinhalten. Der bisherige Geh-und Radweg in Richtung Herten wird dann links der Brücke in Richtung Osten verlaufen. Mit den Bauten beauftragt seien das schweizerische Unternehmen „Implenia“, Niederlassung Freiburg, während für den eigentlichen Trassenbau das Straßenbauunternehmen Schleith verantwortlich ist. Beide Unternehmen würden in einer Arbeitsgemeinschaft zusammenarbeiten, so Martin Laufer.

Erdmaterial: Zum Erdaushub, sagte der RP-Projektleiter, dass man etwa 5000 bis 6000 Tonnen Oberboden auf landwirtschaftliche Flächen nördlich der Siedlung in Wyhlen aufgebracht habe, um dort unter anderem die Ackerflächen deutlich zu verbessern. Das übrige Erdmaterial verwende man für die Errichtung von Lärmschutzwällen.