Nepomukfest in Neuenburg: Neues Domizil beschert Besucherrekord

Das neue Areal auf dem früheren Landesgartenschaugelände wurde sehr gut angenommen.
Volker MünchDie Menschen waren bereits an den ersten beiden Festtagen begeistert von dem „neuen“ Nepomukfest an neuem Standort. Das traditionelle Straßenfest hat sich aus dem Stand heraus zu einem tollen Sommerfestival am Ufer des Rheins auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände gemausert.
Glückliche Veranstalter
Die Vereine waren überglücklich, der Gästestrom wollte sowohl am Freitagabend als auch am Samstag nicht abreißen. Erfahrene Festorganisatoren sprachen von Besucherrekorden an beiden Festtagen.
Einziger Wermutstropfen: Die Helfer der Vereine kamen mit der Versorgung der Gäste mit Getränken und Speisen fast nicht mehr nach. Mit dieser Resonanz hatten wohl viele Vereinsverantwortliche nicht in ihren kühnsten Träumen gerechnet. Die meisten Festbesucher nahmen es sportlich und schätzten das Engagement der Vereinsgemeinschaft, die nur wenige Monate Zeit für die Vorbereitungen hatte. Mit den Erfahrungen dieser Premiere des Festes am neuen Standort werden die Macher das neue Festkonzept weiterentwickeln.
Gelungene Festmeile
Überall wurde fröhlich gefeiert, gemeinsam getrunken und gesessen. Auf der zentralen Bühne gab es Livemusik, bei einigen Lauben und Zelten sorgten auch DJs für Unterhaltung. Besonders gelungen fanden viele Gäste, dass die Festmeile offen gestaltet war, und dass trotzdem ein zusammenhängendes Konzept entstanden war. Familien schätzten den großen Spielplatz, andere genossen bei kleinen Auszeiten die Wiesen und das Rheinufer als Rückzugsort, um einfach kurz die Seele baumeln zu lassen.

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Schwarzwälder BoteDas Riesenrad am Ende der Festmeile überragte wie ein Leuchtturm das Festgelände und machte auf den neuen Standort aufmerksam. Die Vereinsgemeinschaft und die Stadt haben mit dem neuen Konzept, das bestätigen viele Gäste, ins Schwarze getroffen. Viele sprechen bereits nicht mehr vom Nepomukfest, sondern vom „Nepomukfestival“ oder vom „Nepomukfest 2.0“.
Schon bei der Eröffnung am Freitagabend zeigte sich Bürgermeister Jens Fondy-Langela begeistert von der Gemeinschaftsleistung der Vereinsgemeinschaft und der Stadt. Fondy-Langela dazu: „Wer hätte vor sieben, acht Monaten gedacht, dass wir heute hier stehen.“ Vieles sei im Vorfeld gesagt worden, manche haben geschimpft, gestritten, gerungen und mitunter sogar gekämpft“, erklärte der Bürgermeister.

Das Riesenrad
Foto: Volker MünchEr stellte fest: Die Vereine, die Menschen und die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung und des kommunalen Bauhofes hätten gezeigt, zu welchen Kraftanstrengungen sie in der Lage seien. „Ich bin verdammt stolz darauf, was wir geschafft haben“, betonte der Bürgermeister und weiter sagte er: „Die ganze Stadt kann stolz sein. Denn so schlagkräftige und engagierte Vereine findet man nicht überall.“ Er forderte deshalb die Gäste, die bisher nicht in den Vereinen engagiert sind, auf, sich zu beteiligen, Mitglied zu werden und die Vereine bei solchen Aktivitäten wie dem Ausrichten des Nepomukfestes zu unterstützen.
13 Vereine dabei
Den traditionellen Fassanstich führt traditionell ein Vertreter eines teilnehmenden Vereins aus. In diesem Jahr war es Martin Lösch vom Baseballclub Atomics, der mit wenigen Schlägen das Bierfass anschlug und das erste Bierglas – mit Unterstützung des Bürgermeisters – mit dem erfrischenden Kaltgetränk füllte. Dann startete der Festbetrieb bei den 13 teilnehmenden Vereinen und bei der evangelischen Kirchengemeinde.
Fest geht Montag weiter
Das neue Nepomukfest wird am Montag fortgesetzt. Am Nachmittag startet der traditionelle Seniorennachmittag, in diesem Jahr beim Turnverein. Der Festbetrieb selbst geht bereits um 11 Uhr los und endet um 1.30 Uhr.