Naturschutz in Weil am Rhein
: Maßnahmen zeigen Wirkung

Der Wachtelkönig: Die Landwirte leisten einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz.
Von
red/pm
Weil Am Rhein
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Die Wiesen und Wege im Mattfeld werden noch bis Anfang September gesperrt bleiben.

Landratsamt Lörrach/Franz Gieringer

Die seit dem 10. Juni eingerichteten Wegsperrungen im Mattfeld in Weil am Rhein, die dem Schutz des seltenen Wachtelkönigs dienen, zeigen erfreuliche Wirkung: Der charakteristische Ruf des stark gefährdeten Bodenbrüters wurde von Vogelkundlern und Naturschützenden mehrfach bestätigt. Damit steigt die Hoffnung, dass sich der Wachtelkönig zur Brut niedergelassen hat. Ein bedeutender Erfolg für den regionalen Artenschutz, teilt das Landratsamt Lörrach mit.

Der Fund gilt als kleine ornithologische Sensation in der Region. In ganz Baden-Württemberg sind in diesem Jahr nur etwa zehn weitere Brutpaare bekannt. Dass sich der scheue Vogel ausgerechnet im Mattfeld niederlässt, sei ein deutliches Zeichen für die hohe ökologische Qualität der dortigen Mähwiesen. Diese gehören zum europaweit geschützten Fauna-Flora-Habitat-Gebietsnetzwerk und werden seit Jahren extensiv und naturverträglich bewirtschaftet. Das aktuelle Vorkommen des seltenen Wachtelkönigs in Weil am Rhein ist somit ein Ergebnis wertvoller Landschaftspflege, heißt es.

Insbesondere die örtlichen Landwirte tragen entscheidend zu den geeigneten Lebensbedingungen für den Wachtelkönig bei. In enger Abstimmung mit dem Naturschutz haben sie in diesem Jahr Teilflächen freiwillig aus der Nutzung genommen, um die Brut nicht zu gefährden – trotz daraus resultierender Ernteausfälle. Diese werden über Landschaftspflegegelder kompensiert.

Auch das Trinationale Umweltzentrum (Truz) mit Hauptsitz Weil am Rhein sowie das Ranger-Team des Landschaftsparks Wiese tragen durch Flächenpflege, Umweltbildungsangebote und Besuchersensibilisierung zum Schutz und zur ökologischen Qualität des Gebiets bei.

Der Schutz des Wachtelkönigs ist somit ein Gemeinschaftsprojekt, das auf das Engagement vieler Akteure und auf das Verständnis und Rücksichtnahme aller Besucher angewiesen ist. Umso bedauerlicher sind die gemeldeten Sachbeschädigungen an den Schutzzäunen, die voraussichtlich bis zum 1. September bestehen bleiben.

Gleichzeitig danken die Verantwortlichen jenen, die die Wegsperrungen respektieren und so einen Beitrag zum Artenschutz leisten.