Nachlass aus Weil am Rhein: „Kleiner Schatz mit großer Bedeutung“

Marianne Freivogel, Christel Taglieber und Barbara Brutscher mit einem der Musterbücher aus dem Nachlass.
zVg/Museen Weil am RheinIm Juli 2025 erhielt das Museum Weiler Textilgeschichte eine wertvolle Schenkung von Marianne Freivogel. In dem Nachlass ihres verstorbenen Vaters Walter Pfister (25. April 1924 bis 1. November 2023) entdeckte sie acht Musterbücher, Webschiffchen, historische Fotografien, alte Lagepläne, Fachliteratur und weitere Dokumente – Zeugnisse einer prägenden Epoche der lokalen Textilindustrie.
Walter Pfister war lange Betriebsleiter der Seidenweberei
Walter Pfister war langjähriger Betriebsleiter der Seidenweberei Robert Schwarzenbach und verantwortete in den 1980er-Jahren die Abwicklung des traditionsreichen Unternehmens. In Abstimmung mit den ehemaligen Firmeninhabern François und Alexis Schwarzenbach überließ Marianne Freivogel diesen außergewöhnlichen Fundus der Stadt Weil am Rhein.
Kontakt zum Museum
Der Kontakt zur Abteilung Museen und Galerie kam über Christel Taglieber zustande, die seit rund zwanzig Jahren als Museumsaufsicht tätig ist. Auch sie blickt auf eine enge Verbindung zur Firma Schwarzenbach zurück, bei der sie einst unter der Leitung von Walter Pfister beschäftigt war. Bis zu seinem Tod blieb sie mit ihrem ehemaligen Vorgesetzten in freundschaftlichem Kontakt.
Museumsleiterin Barbara Brutscher bezeichnet die Schenkung als „kleinen Schatz mit großer Bedeutung für die städtische Sammlung“, heißt es in einer Pressemitteilung. Nach der wissenschaftlichen Erfassung sollen die Objekte im Rahmen einer Sonderausstellung der Öffentlichkeit präsentiert werden.