Musikschule Weil am Rhein
: Die Kirche erklingt von jungen Stimmen

Das Sommerkonzert der Musikschule in der Altweiler Kirche zeigte eindrucksvoll die Vielfalt und das Engagement der jungen Musikerinnen und Musiker und ihrer Lehrkräfte.
Von
Susanna Wipf Fischer
Weil Am Rhein
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Musikschulkonzert in der Kirche Alt-Weil: Die Gitarren machen von sich hören.

Susanna Wipf Fischer

Durch das Programm führte Musikschulleiterin Ariane Mathäus mit einem lustigen „Knigge“ für kleine und große Konzertbesucher: „Quassle nicht herum, denn das stört das Publikum, und die vorne musizieren können sich nicht konzentrieren“.

Auftakt mit Chopin-Ballade

Das Konzert begann mit der Ballade Nr. 1 in g-moll von Frederic Chopin, meisterlich am Flügel interpretiert von Matthias Ramm, Schüler von Radion Burd.

Mit drei fröhlichen Stücken begeisterten die jüngsten Schüler, die im Rahmen des „Spielkreises eins“ unter der Leitung von Bernd Schöpflin in einem Streicherensemble ihr Können präsentierten.

Harfenensemble bekommt großen Applaus

Es folgte ein Harfenensemble, das mit Weisen aus England, Brasilien und Argentinien eine bunte musikalische Reise bot und mit viel Applaus bedacht wurde. Seine Leiterin Caroline Grandhomme spielte im Ensemble mit.

Besonders berührend war das Solo der Geigerin Eleonora von Albertini, begleitet von Radion Burd am Klavier, die mit viel Ausdruckskraft aus Charles Danclas Opus 89 Nummer 5 das Thema mit Variationen auswendig und temperamentvoll interpretierte. Sie ist Schülerin von Valeria Gleim.

Früh übt sich, wer ein Meister werden will.

Foto: Susanna Wipf Fischer

Es folgten drei Klavierstücke Haydn, Kabalewski und Liszt – Werke, die hohe technische und musikalische Anforderungen stellten. Anton Pawlow, Milan Vohre und Sophia Huber, aus der Klavierklasse von Eveline Vinh-Marinelli wurden mit grossem Applaus beschenkt.

Ein weiteres Highlight war das Gitarrenensemble, das mit einem Stück von Thomas Danneboom sowie einem traditionellen argentinischen Lied begeisterte. Ihr Lehrer Roman Babiychuk spielte im Ensemble mit.

Danach erklang die Ciacona in g-moll von Tomaso Vitali, meisterlich gespielt von Caner Öztas, Violine und mit viel Applaus bedacht.

Das CCO-Orchester unter der Leitung von Ariane Mathäus

Foto: Susanna Wipf Fischer

Ein weiterer Höhepunkt war die „Applemania“ von Aleksey Igudesman, ein modernes Soloviolinstück, welches enorme Ansprüche an den Solisten stellte und mit Virtuosität und Souveränität von Max Dürr gespielt wurde.

Mit „Carmen“ geht es in den heißen Süden

Consolation Nummer 3 in Des-Dur von Franz Liszt ist ein eher ruhiges, melodiöses Stück des berühmten Komponisten. Giovani Hubner Manosso (Klasse Rosalba Piscedda) verstand es, mit sehr viel Feingefühl und reifem Können mit diesem anspruchsvollen Werk die Zuhörenden zu begeistern.

Den krönenden Abschluss bildete die Bearbeitung von Bizets Orchestersuite „Carmen“ durch das Ensemble CCO City Connect Orchestra unter der temperamentvollen Leitung der Musikschulleiterin Ariane Mathäus (Bläser unter der Leitung von Eckhard Lenzing) Mit viel Leidenschaft und Präzision präsentierten die jungen Musiker das berühmte Werk und begeisterten das Publikum.

Das Konzert war eine beeindruckende Demonstration guter Vorbereitung, Disziplin und hohem künstlerischen Niveau aller Beteiligten und deren Lehrkräfte. Besonders hervorzuheben ist die Ensemblearbeit, welche an dieser Musikschule einen hohen Stellenwert hat und die Musikschule Weil am Rhein zu einer äußerst lobenswerten „Vorzeigeschule“ macht.