Musik in Weil am Rhein: Zwei Chöre proben für ein gemeinsames Konzert

Singen gern im Gottesdienst und auch sonst: die Mitglieder des Chors Vivace mit ihrer Leiterin Maria Grigorenko-Eggert
Beatrice EhrlichDer an die katholische Kirchengemeinde Weil am Rhein angebundene Chor Vivace schlägt neue Wege ein.
Zusammen mit den ChoryFeen aus March-Hugstetten bei Freiburg proben die Weiler Sängerinnen und Sänger, die sich modernem geistlichen und weltlichen Liedgut verschrieben haben, für ein gemeinsames Konzert.
Neue Chorleiterin
„Wir besuchen uns gegenseitig“, sagt Antje Rebmann, die für den Chor Vivace die Öffentlichkeitsarbeit übernommen hat. Der Kontakt kam über die neue Chorleiterin Maria Grigorenko-Eggert zustande, die Gudula Gertzen, die Leiterin des Hugestetter Frauenchors, gut kennt.
So kommt es, dass sich an einem Mittwochabend Anfang September ein motivierter Chor im leeren Kirchensaal von St. Peter und Paul einfindet, um gemeinsam Lieder einzustudieren. „Baba Yetu“, ein virtuos vertontes Gebet auf Suaheli, steht heute als erstes auf dem Programm, beim Konzert ist es als bewegendes Finale vorgesehen. Die drei Männer im Chor liefern sich dabei ein faszinierendes Wechselspiel mit den Frauenstimmen.
Die gemeinsamen Stücke machen nur einen Teil des Konzerts am 13. September, ab 18 Uhr in der Weiler Kirche aus. Zusätzlich singen die beiden Chöre Lieder aus ihrem jeweils eigenen Repertoire.
Moderne Meisterwerke
Eine große Bandbreite verschiedener moderner Meisterwerke erwartet die Konzertbesucher: Angefangen be „A Million Dreams“ über das Kirchenlied „Von guten Mächten“ bis hin zu „Gabriellas Song“ aus dem Musical „Wie im Himmel“ und afrikanischen Liedern reicht die Palette des Gebotenen bei Vivace. Die ChoryFeen steuern spanischsprachige Lieder wie „Si, se puede“ oder „Yo vivo cantando“ sowie weitere Songs bei, in denen die weibliche Selbstbestimmung im Mittelpunkt steht. „Für Frauen ist das gar kein Problem“ ist ein Beispiel dafür, aber auch die bekannte Hymne“I Am What I Am“ aus dem Musical „La cage aux folles“.
Stimmen aufwärmen
Bevor es losging mit der Probe, wurden die Stimmen aufgewärmt. Anhand einfach zu merkender Fantasie-Textzeilen wie „Schenkel, Bauch, Schenkel, Bauch – diesen Rhythmus kann ich auch“ können sich die Chormitglieder ganz auf ihre Stimmen und die Tonhöhe konzentrieren, die sich mit jeder Wiederholung immer mehr in die Höhe schraubt.
„Ein Viertel von einem Äpfelchen macht die Stimme klar“, gibt Maria-Grigorenko-Eggert ihren Sängern außerdem als guten Rat mit.
Sänger gesucht
Übrigens: Der Chor Vivace könnte noch Verstärkung gebrauchen. „Wir sind eine gute Truppe“, wirbt Antje Rebmann. Neben Proben und Konzerten treffen sich die Chormitglieder auch zu Ausflügen oder Grillabenden, zuletzt erst an der Ötlinger Hermann-Daur-Hütte. Die Proben finden immer mittwochs, von 19 bis 21 Uhr, in der Kirche St. Peter und Paul statt.
Kontakt per E-Mail an: chor.vivace@online.de, Internetseite: https://kath-weil.de/vivace/
Das Konzert: „Come together“ – Gemeinsames Chorkonzert des Chors Vivace und der ChoryFeen aus March-Hugstetten, Samstag, 13. September, 18 Uhr, Kirche St. Peter und Paul, Weil am Rhein