Mehr Einwohner erwartet: Warum es mehr Menschen nach Basel zieht

Basel gewinnt stetig an Einwohnern.
Michael WerndorffDie Bevölkerung des Kantons Basel-Stadt wächst bis zum Jahr 2045 voraussichtlich auf 227 000 Menschen. Dabei sind internationale Zuwanderung und die Wohnraumentwicklung entscheidende Faktoren.
Davon geht das Statistische Amt beim „mittleren“ Szenario für die Bevölkerungsentwicklung aus. Gemäß diesem Szenario gewinnt der Kanton in den nächsten 21 Jahren stetig an Einwohnern, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heißt. Damit dürfte die Bevölkerung bis 2045 um 9,5 Prozent oder rund 19 800 Personen ansteigen. Dies benötigt zusätzlichen Wohnraum von rund einer Million Quadratmetern, was etwa 11 000 neuen Wohnungen entspricht.
Dieser Entwicklung liegt die Annahme zugrunde, dass der Kanton als Wohn- und Arbeitskanton weiterhin attraktiv bleibt und ein beträchtlicher Teil der geplanten Arealentwicklungen im vorgesehenen Zeitraum vollendet wird, wie das Statistische Amt schreibt.
Das Amt erwartet den größten absoluten Bevölkerungszuwachs in Kleinbasel (plus 10 500), wo mit dem Klybeck und Rosental große Entwicklungssareale liegen, gefolgt von Großbasel Ost (plus 5200). In Riehen und Bettingen wird ein Zuwachs von zehn Prozent prognostiziert, während Großbasel-West lediglich um zwei Prozent wächst.
Dabei rechnen die Behörden bei den Wanderungsbewegungen zwischen Basel-Stadt und anderen Kantonen mit einem negativen Saldo, sprich mit weniger Zuzügen als Wegzügen aus dem Inland.