Mappacher Neujahrsempfang: Scheurer: Das Ehrenamt – die Basis unseres Zusammenlebens

Ortschaftsrat Benjamin Blum bedankte sich im Namen des Ortschaftsrats bei Ortsvorsteherin Claudia Scheurer und überreichte ihr schmunzelnd ein Präsent als „Überlebenspaket“.
Gudrun GehrSie ist nunmehr im zweiten Amtsjahr und meisterte den Empfang souverän mit ihrem Helferteam um Ortschaftsrat, Brauchtumsverein, Gesangverein und Freiwillige Feuerwehr.
Scheurer berichtete ausführlich über das Gemeindegeschehen des vergangenen Jahres. Die Ortsvorsteherin konnte zum Empfang in der Gemeindehalle auch Efringen-Kirchens Bürgermeisterin Carolin Holzmüller sowie zwei Mappacher Neubürger begrüßen.
Scheurers Dank galt all jenen, die im Ehrenamt tatkräftig zum Gelingen vieler Veranstaltungen im Dorf beigetragen hatten. Gestemmt wurden unter anderem das Fasnachtsfeuer, die Dorfputzaktion, Baumpflanzungen, Maibaumstellen, Maifest, Sommer- und Adventssingen und als Neuerung eine Bannwanderung. „Insbesondere möchte ich unsere Neubürger mit Informationen rund um Mappach und Maugenhard ausstatten“, sagte Scheurer.
Engagement in Dörfern
Das vergangene Jahr sei geprägt gewesen von Engagement in den Dörfern mit wertvollen Begegnungen und Erlebnissen. Den Start des Veranstaltungsreigens rund um Mappach habe die erfolgreiche Holzversteigerung markiert, gefolgt von den Hauptversammlungen der Freiwilligen Feuerwehr, des Gesangvereins, des Brauchtumsvereins und der Gesamtfeuerwehr Efringen-Kirchen.
Sorge um Busanbindung
Ein großes Thema im Ort sei die neue Verteilung der Linienbündel gewesen, weil Ortschaften wie Efringen-Kirchen, Fischingen und Eimeldingen drohte, „abgehängt“ zu werden. Durch zeitintensive Arbeit und „hineinfuchsen“ in die Materie sei es indes gelungen, den bisherigen Standard mit der stündlichen Anbindung aufrechtzuerhalten.
In Maugenhard wurde das „Bushüsli“ mit Hilfe der Bürger und Kunstlehrer Karlheinz Beyerle neu gestaltet. Zudem gab es eine „Dorfputzede“ in Maugenhard. Die Renovierung des Brunnens erfolgte mit einer Förderung des Landratsamts.
25 Jahre Reblandgemeinde
Auch gefeiert wurde reichlich: Die evangelische Reblandgemeinde wurde 25 Jahre alt. Verwiesen wurde auf eine stets gute Kooperation bei vielen Veranstaltungen. Das Jubiläum wurde mit einer Gospelband und einem Gottesdienst in der Kirche gefeiert. Pfarrer Martin Braukmann ist seit zehn Jahren im Dienst der Gemeinde tätig.
Die Ortsvorsteherin gedachte den Verstorbenen, die als „Gesichter des Orts“ eine schmerzende Lücke im Gemeindeleben hinterlassen. Sie erinnerte unter anderem an Feuerwehrkamerad Bernd Hagin, Prädikantin Christel Dreher und den Wanderschäfer Walter Allgeier.

Der Neujahrsempfang in der Mappacher Gemeindehalle war gut besucht. Ortsvorsteherin Scheurer gab einen Rück- und Ausblick.
Foto: Gudrun GehrScheurers Dank galt schließlich dem Ortschaftsrat: „Wir haben uns gut zusammengefunden und so unsere Ortschaft bestmöglichst unterstützt.“ Sie bedauerte indes, „dass die Fertigstellung des Gehwegs zur Bushaltestelle aus mehreren Gründen nicht in den kommenden Haushalt aufgenommen werden konnte“.
Ausblick
Eine große Aufgabe sei die Umsetzung des Feuerwehrstandort-Konzepts. Auch das Gemeindeentwicklungskonzept müsse vorangetrieben werden.
Die Ortsvorsteherin blickte auf die Landtagswahl am 8. März und das Jubiläum des 30 Jahre alten Brunnens in Maugenhard. Im Oktober findet das Dämpfifest statt.
Scheurer appellierte beim Empfang an die Bürger: „Das Ehrenamt ist kein ,Extra’, es ist die Basis unseres Zusammenlebens.“
Nach dem offiziellen Teil gab es für die Gäste Getränke und Hefezopf. Hierzu wurden per Beamter Fotografien des Dorfgeschehens präsentiert.