Mann in Basel verurteilt: 14 Jahre und drei Monate Haft für 27-Jährigen

Strafgericht
PixabayDas Strafgericht Basel-Stadt hat am Donnerstag einen 27-jährigen spanischen Staatsangehörigen zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren und drei Monaten verurteilt. Es erachtete ihn im Grundsatz für schuldig, laut der Anklage.
Der Spanier wird sich einer strafbegleitenden, psychiatrischen Maßnahme unterziehen müssen und wird für 15 Jahre des Landes verwiesen. Den Opfern der ihm angelasteten Sexualdelikte wird er eine Auflage von je 20 000 Franken bezahlen müssen. Zudem wurden ihm Verfahrenskosten von über 57 000 Franken und eine Urteilsgebühr von 10 000 Franken auferlegt.
Schadenersatzforderungen wurden im Grundsatz für möglich erachtet und auf den Zivilweg verwiesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann von allen Parteien angefochten werden. Bis zum Erwachsen der Rechtskraft gilt die Unschuldsvermutung.
Das Gericht befand ihn in der Hauptsache der mehrfachen, teilweise versuchten Vergewaltigung und mehrfachen sexuellen Nötigung bei grausamem Vorgehen für schuldig. Es erachtete die Aussagen der beiden Opfer als glaubhaft und stellte, wie die Staatsanwaltschaft, auf sie ab.
Zum Vorwurf der versuchten vorsätzlichen Tötung während der zweiten Tat stellte das Gericht das Verfahren jedoch wegen Verletzung des Anklageprinzips ein. Ebenfalls im zweiten Fall gab es einen Freispruch vom Vorwurf der Gefährdung des Lebens.
Laut dem Gericht wurden beide Opfer massiv körperlich und vor allem psychisch geschädigt. Beide Frauen müssen immer noch psychiatrische Unterstützung in Anspruch nehmen.