Malsburg-Marzeller Haushalt
: Einige Posten wurden von der Liste gestrichen

Ganz oben auf der Investitionsliste für den Gemeindehaushalt 2026 stehen Neubau und Generalsanierung der Bauhofbrücke in Malsburg.
Von
Silke Hartenstein
Malsburg Marzell
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Der Neubau und die Generalsanierung der Bauhofbrücke in Malsburg müssen finanziell gestemmt werden.

Silke Hartenstein

„Die Bauhofbrücke hat eine Schlüsselposition“, stellte Bürgermeister Mario Singer bei der Vorstellung der geplanten Investitionen im Haushalt 2026 fest. Die Liste der erforderlichen Investitionen wurde in der Haushaltsklausur des Gemeinderats vom 1. Oktober zusammen gestellt. In der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend stimmte das Gremium dieser Liste zu.

Angesichts der schwierigen Haushaltslage wurden im Rahmen der Klausurtagung drei von 13 Posten aus der Liste der Investitionen gestrichen. Drei weitere Posten, nämlich die Komplettsanierung der Leichenhalle Marzell (50 000 Euro) und je 15 000 Euro für die Erneuerung des Rührwerks in der Kläranlage Marzell und die Sanierung von Kanaldeckeln, werden dem Ergebnishaushalt 2026 zugeschrieben. Der Ergebnishaushalt wird in der Sitzung im November vorgestellt.

Anhand der Investitionsliste kam eine Gesamtsumme von knapp 1,4 Millionen Euro zusammen, nach den Streichungen und Überführungen in den Ergebnishaushalt verbleiben knapp 1,2 Millionen Euro. Sollten alle Förderungen fließen, rechnet die Gemeinde laut Auskunft von Bürgermeister Singer mit einem Eigenbedarf von 385 000 Euro.

Ganz oben auf der Investitionsliste stehen für 900 000 Euro der Neubau und die Generalsanierung der Bauhofbrücke in Malsburg. Hier muss auch der gesamte Unterbau saniert werden, dazu gehört der mit großen Granitblöcken besetzte und gesicherte Brückenverlauf vom Bachbett bis zur Brückenüberfahrt. Während der Bauphase können die Fahrzeuge die Kander via Steinbruch Seider überqueren.

Förderungen in Aussicht

Da es sich hier um eine dringende Pflichtaufgabe der Gemeinde handelt, wird mit einer Fachförderung von bis zur Hälfte der Bautensumme gerechnet, des Weiteren mit bis zu 80 Prozent Förderung der Restsumme über den Ausgleichsstock. Somit könnten letztlich bis zu 90 Prozent der Bausumme gefördert werden.

Für 100 000 Euro soll die elektrotechnische Ausrüstung und Systemsteuerung des Hochbehälters in Vogelbach aufgerüstet und ausgetauscht werden. Hier gibt es nach 35-jähriger Einsatzzeit keine Ersatzteilversorgung der vorhandenen Steuerungskomponenten mehr. Ohne die Investition ist auf Dauer keine Überwachung des Hochbehälters Vogelbach mehr möglich.

88 000 Euro sind angesetzt für die Ersatzbeschaffung des vor 22 Jahren angeschafften, mittlerweile generalüberholten und mehrmals reparierten Frontmulchers. Für diese Ersatzbeschaffung soll ein Antrag beim Ausgleichstock gestellt werden. Für 15 000 Euro sollen die teilweise gebrochenen und abgesackten Kanaldeckel saniert werden. Je 5000 Euro sind eingeplant für Anschaffungen von Einsatzmitteln für die Feuerwehr, für Ersatzbeschaffung ausfallender Geräte für den Bauhof und für den Abwasserbereich.

Gestrichene Maßnahmen

Für die Grundschule sind 17 000 Euro für drei Digitale Tafeln vorgesehen, hierfür stehen über den DigitalPakt Schule 90 Prozent Bundesförderung in Aussicht. Gestrichen wurden 8500 Euro für neue Pausenbänke der Grundschule. Die Digitaltafeln, sagte Singer, hätten Vorrang.

Gestrichen wurden des Weiteren die Erneuerung des Rohrnetzes und Sanierung des Schmutzwasserkanals, da dies nur in Verbindung mit einer Straßensanierung möglich ist. Die Instandsetzung des alten Vogelbacher Hochbehälters wurde gestrichen, da dessen Dichtigkeit möglicherweise wieder hergestellt werden kann und dieser dann wieder eine größere Menge Löschwasser aufnehmen könnte.

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