Lampionfest in Liel
: Kinder basteln bunte Laternen

Zahlreiche Besucher genossen den lauen Sommerabend im Hirschengarten und ließen sich von den „Riedmatteschlurbi“ verwöhnen.
Von
Silke Hartenstein
Schliengen
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Die Besucher kamen einmal mehr zahlreich in den gemütlichen Hirschengarten.

Silke Hartenstein

„E Bombefescht“, sagt eine junge Frau zu ihrem Bekannten und meint damit das mittlerweile Tradition gewordene Lampionfest der Fasnachtsclique „Riedmatteschlurbi“. Bereits zum Festbeginn am frühen Samstagabend strömten Besucher aus Liel und darüber hinaus in den Hirschengarten und genossen ihr Abendessen im Schatten der mächtigen Kastanien und Linden.

„Wir hatten noch nicht fertig gedeckt, da kamen die Leute schon“, freute sich Susanne Zimmermann im Pavillonzelt mit selbst gebackenen Kuchen, Torten, Barbetrieb und Longdrinks wie Aperol Spritz oder Eistee mit Korn. „Der ist seit zwei, drei Jahren der Renner an der Fasnacht“, erzählte eine Helferin.

Seine besondere Atmosphäre entfaltet das Fest mit Anbruch der Dämmerung. Dann beginnen die großen Bodenlaternen in vielen Farben zu leuchten und werfen ihr Licht auf die silbrig-bunt glitzernden langen Flatterbänder an den „Regenschirmen“. Unter diesen Bändern hindurch zu laufen, faszinierte ganz besonders die vielen Kinder, die sich auf dem Festgelände tummelten.

Die ganz Kleinen wiederum waren fasziniert von all den leuchtenden Farben. Mit zunehmender Dunkelheit kamen dann auch die an schwebende Seifenblasen erinnernden, mit farbigen LEDs umwickelte Kugeln am oberen Rand des Festgeländes bestens zur Geltung. Die Kindergartenkinder aus Liel und auch Kinder aus Schliengen leisteten ihren Beitrag mit selbst gebastelten Lampions, darunter Drachen, Dinos, Herzen, Fische, ein Hirschkäfer und viele Herzlaternen. Die schönsten Laternen wurden am Sonntagnachmittag nach dem Gottesdienst und Mittagessen prämiert – hier gab es als Sonntagsessen Gulasch und Ratatouille mit Nudeln.

Groß und Klein freuten sich über die vielen bunten Lampions und Bodenlaternen.

Foto: Silke Hartenstein

Am Samstagnachmittag sah es erst mal so aus, als ob das Fest nach drinnen verlegt werden müsste. Wegen des kräftigen Windes sei die ganze Deko von den Tischen geräumt worden, „damit sie sich nicht im halben Dorf verteilt“, erzählte die Vorsitzende der Riedmatteschlurbi Simone Meyer. Die Schlossgartenhalle hätte man wegen des Regens bereits bestuhlt gehabt, doch: „Dann kam die Sonne heraus und ich hab’ spontan entscheiden, dass wir ’raus gehen“. Der trockene und laue Sommerabend gab ihr Recht.