Kriminelle Schockanrufe
: Polizei verhindert Anrufstraftaten in großem Stil auch im Kreis Lörrach

Die Kontaktversuche stammen aus einem kriminellen Call-Center aus dem Ausland.
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(red/pm)
Kreis Lörrach
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Schwarzwälder Bote

Im Zuge umfangreicher Ermittlungen ist es der Kriminalpolizei Freiburg am Donnerstag gelungen, mehrere professionelle und strukturierte Anrufstraftaten aufzudecken, die nach derzeitiger Einschätzung aus einem Callcenter stammen könnten, heißt es in einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Freiburg.

Bislang unbekannte Täter geben sich als Polizeibeamte oder Bankmitarbeiter aus. Sie täuschen in ihren frei erfundenen Geschichten Einbrüche oder Raubüberfälle in der Nachbarschaft vor und überzeugen ihre Opfer davon, Bargeld, Wertgegenstände oder auch persönliche Daten herauszugeben, um diese an sich zu nehmen oder Geldüberweisungen zu veranlassen.

Die Polizei nennt aus Gründen des Datenschutzes keine regionalen Schwerpunkte der Aktivitäten, doch sind auch Fälle aus dem Landkreis Lörrach bekannt geworden.

Im Verlauf der kriminalpolizeilichen Maßnahmen konnten seit Donnerstagnachmittag mehr als 5000 Anrufe festgestellt werden. Nach derzeitigen Erkenntnissen erstrecken sich die Anrufe auf das gesamte Bundesgebiet und dauern gegenwärtig an. Im Rahmen eingeleiteter Sofortmaßnahmen konnten bundesweit bislang 49 Geldübergaben im Gesamtwert von mehr als 300 000 Euro verhindert werden. Eine Abschaltung der von den Tätern verwendeten Telefonnummer befinde sich aktuell in der Umsetzung, heißt es.

Aufgrund des hohen Anrufaufkommens, der überregionalen Reichweite und der hohen Schadenssummen sieht sich das Polizeipräsidium Freiburg dringend dazu veranlasst, diese Warnmeldung zu veröffentlichen.

Die Täterschaft agiert aus dem Ausland, heißt es von Seiten Polizei. Bei der Telefonnummer handelt es sich um eine gefälschte Nummer. Derzeit wird deutsche Rufnummer 07252/5861370 eingesetzt. Die weiteren Ermittlungen dauern an.