Kreditinstitut in Lörrach: Volksbank auf stabilem Kurs

Bei der Vertreterversammlung (hinten von links) der scheidende Vorstandsvorsitzende Günther Heck, Andreas Philipp, Eugen Katzenstein; Vordere Reihe von links Christoph Schäuble, Marie Haag-Breiler, Sabrina Herzog und Marco Kückmann
Foto: Juri JunkovZudem wurde der Jahresabschluss 2025 festgestellt und die Ergebnisverwendung beschlossen.
Die Entwicklung der Volksbank Dreiländereck im Geschäftsjahr 2025 verlief insgesamt positiv, heißt es in einer Mitteilung des Kreditinstituts: Der Zinsüberschuss stieg auf 34,7 Millionen Euro und lag damit 13,3 Prozent über dem Vorjahr, der Provisionsüberschuss verbesserte sich auf 22,8 Millionen Euro, ein Plus von vier Prozent.
Dem gegenüber stand ein um 2,1 Millionen Euro auf 34,6 Millionen Euro erhöhter Verwaltungsaufwand. Grund dafür waren vor allem tarifbedingt gestiegene Personalaufwendungen sowie IT-Beratungs- und Gebäudeaufwendungen.
Das Betriebsergebnis vor Bewertung lag mit 24,5 Millionen Euro um 3,4 Millionen Euro höher als im Vorjahr, während das Bewertungsergebnis um 0,8 Millionen Euro schlechter ausfiel. Nach Berücksichtigung eines Steueraufwandes in Höhe von 5,9 Millionen Euro und einer Zuführung von acht Millionen Euro in den zum Eigenkapital zählenden Fonds für allgemeine Bankrisiken verblieb ein Jahresüberschuss von 2,5 Millionen Euro.
Die Eigenmittelausstattung lag zum 31. Dezember 2025 mit 16,8 Prozent deutlich über der aufsichtsrechtlichen Anforderung von 12,4 Prozent, so dass Vorstand und Aufsichtsrat der Vertreterversammlung eine Dividende von 3,2 Prozent, was 571 TEuro entspricht, zur Ausschüttung an die Mitglieder vorschlugen.
Kreditzusagen nehmen um 18 Prozent zu
Die Bilanzsumme der Volksbank Dreiländereck übertraf mit 2,3 Milliarden Euro leicht den Vorjahreswert.
Auch das Kundenanlagevolumen konnte sich steigern und lag mit 1,59 Milliarden Euro rund 20 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau. Im Kreditgeschäft wurden Kredite in Höhe von 269 Millionen Euro zugesagt, ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Besonders erfreulich ist die Steigerung beim Wertpapierumsatz auf 987 Millionen Euro (Vorjahr: 223 Millionen Euro). Dies ist vor allem auf die erfolgreiche Beratung im Private Banking zurückzuführen.
Die Bank konnte im Berichtsjahr 1418 neue Mitglieder begrüßen und hat nun insgesamt 43.413 Mitglieder. Das Team der Volksbank Dreiländereck umfasste im Berichtsjahr 249 Mitarbeiter und 28 Auszubildende.
Im Rahmen ihrer strategischen Ziele hat die Volksbank Dreiländereck das Beratungskonzept „VB3 – You“ auf den Weg gebracht, das noch in diesem Jahr startet und sich an junge Menschen im Alter von 18 bis 27 Jahren richtet. Bei der Beratung, die durch speziell geschulte Mitarbeiter der gleichen Altersgruppe vorgenommen wird, kommen auch moderne Kommunikationskanäle zum Einsatz. Damit habe die Bank ein Alleinstellungsmerkmal in der Region.
Künstliche Intelligenz nutzt die Bank in sicherer Umgebung und sieht darin eine Chance zur Bewältigung des Fachkräftemangels und zur Effizienzsteigerung. Ein KI-Referent schult die Mitarbeiter zu diesem Thema.
Vereine und soziale Einrichtungen unterstützt
Als Genossenschaftsbank sei die Volksbank Dreiländereck zudem eng mit der Region verbunden. 2025 unterstützte sie mehr als 280 Vereine und soziale Einrichtungen im Geschäftsgebiet mit insgesamt rund 270.000 Euro – von Tafeln, Familienzentren und Sportvereinen über das Projekt „Wurzeln“ zur Aufforstung von Waldflächen bis hin zu Hilfsorganisationen wie dem DRK und der DLRG.
Neuzugänge im Aufsichtsrat und ein Abschied
Im Rahmen der turnusgemäßen Wahlen zum Aufsichtsrat bestätigte die Vertreterversammlung Eugen Katzenstein und Andreas Philipp in ihren Ämtern und wählte mit Marie Haag-Breiler und Sabrina Herzog zwei neue Mitglieder in das Gremium.
Zudem verabschiedete die Volksbank Dreiländereck ihren langjährigen Vorstandsvorsitzenden Günther Heck, der die Entwicklung der Bank über viele Jahre maßgeblich geprägt hat. Vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband wurde ihm die Raiffeisen-Schulze-Delitzsch-Medaille mit Urkunde verliehen.
Die Vertreterversammlung stellte den Jahresabschluss 2025 fest, beschloss die vorgeschlagene Ergebnisverwendung und entlastete Vorstand und Aufsichtsrat, heißt es in der Mitteilung. Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter hätten auch im Geschäftsjahr 2025 maßgeblich zum Erfolg der Volksbank Dreiländereck beigetragen. Vorstand und Aufsichtsrat dankten ihnen in der Vertreterversammlung ausdrücklich für ihr Vertrauen, ihre Treue und ihr Engagement und betonten, dass die genossenschaftliche Regionalbank auch künftig ein verlässlicher Partner für Privatpersonen, Unternehmen und Institutionen im Dreiländereck bleiben wolle, heißt es weiter.