Konzert in Weil am Rhein: Eine Konzertmuschel soll die Akustik verbessern

Das Trio unterhält mit sanften Liedern die Besucher im Läublinpark.
Anita Indri-WernerDas Trio, bestehend aus Christine Fausen (Akkordeon und Gesang), Germaine Sijstermans (Klarinette) und Eiko Yamada (Blockflöte) zauberte mit sanften Liedern, voller Melancholie eine entspannte Atmosphäre an diesem vorherbstlichen Sommertag.
Ein musikalischer Spaziergang im Wald eröffnete das Konzert. Lieder aus dem Rätoromanischen folgten. Ein zauberhaftes Kleinod von Hugo Wolf, der „Mond“, erklang. Lieder aus dem späten Mittelalter und der beginnenden Renaissance wurden vorgetragen. Leider war die Akustik, besonders für die Zuhörer, die schlecht hörten, sehr schlecht. Die sanften, leisen Töne verklangen so oft ungehört. „Es fehlt eine Konzertmuschel“ stellte Rene Winzer vom Kulturring fest. Vor einiger Zeit sei bereits ein Statiker vor Ort gewesen. Mit der Stadtverwaltung sei der Kulturring im Gespräch. Vorstellen könne er sich eine Konzertmuschel, die aus einer Plane bestehe. Im Herbst könne diese abgebaut und im Frühjahr wieder aufgestellt werden.
Das zahlreiche Publikum applaudierte im Hinblick auf diese Lösung begeistert. Dennoch, der Musikerin Christine Fausten gefiel die „wunderbare Atmosphäre im Läublinpark“. Diese Umgebung sei den gespielten Titeln gerecht geworden. Lob gab es von den Musikerinnen für das aufmerksame Publikum.
„Ich komme sehr oft an die Matinee im Läublinpark“, sagte Mathias Ströstl. Die Veranstaltung sei jedes Mal abwechslungsreich. Er sei begeistert von der musikalischen Vielfalt.
Zum ersten Male ist Daniel Hemmer zum Konzert gekommen. Er habe schon viel von den Matinee gehört und da das Wetter passte, sei er nun da. Die Musik bringe Leben und Abwechslung in den Park. Besonders in diesem Konzert würden die leisen Töne bedient. Das sei ein willkommener Gegenpol gegen die lärmige Welt.
Auch Regina Heublein stellt fest „dieses Konzert passt in den Park“. Ihr gefällt die „anspruchsvolle Musik“, die nicht zu laut, sonder getragen sei.
Doris Schröder wusste nicht, was sie an der Matinée erwartet. Da ihr Bus Verspätung hatte, fand sie keinen Sitzplatz mehr. Es sei beachtlich und schön, diese seltenen Lieder zu hören. Dass so etwas vorgetragen werde, hatte sie sich nicht vorgestellt. Als Sängerin in einem Chor schätze sie ganz besonders die Liedvorträge von Fausen. Die nächste Matinee, an der der Seniorenspielring des Akkordeonorchester Haltingen zu hören sein wird, findet am 28. September statt. Am 26. Oktober wird der Chor Road 66 aus Ötlingen im Läublinpark zu hören sein.