Vandalismus, Ruhestörung, aggressives Verhalten
: Sicherheitsdienst zeigt Präsenz an Weiler Hotspots

Die Stadt Weil am Rhein setzt künftig einen externen Sicherheitsdienst ein. Tätigkeitsbereiche werden vor allem die im Rathaus bekannten Problemstellen sein.
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(red/pm)
Weil Am Rhein
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Der private Sicherheitsdienst der Stadt Weil am Rhein übernimmt die Aufgaben, die nicht zwingend polizeilich sind (Symbolbild).

Peter Kneffel/dpa

Streifen eines privaten Sicherheitsdienstes werden an den kommenden Wochenenden in den Abend- und Nachtstunden im Auftrag der Stadtverwaltung im Weiler Stadtgebiet unterwegs sein. Ziele dieses Einsatzes in den Sommermonaten ist es, sichtbare Präsenz zu zeigen, um sich anbahnende Konflikte frühzeitig zu verhindern, Vandalismus zu reduzieren und den Bürgern ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln, schreibt die Verwaltung in ihrer Mitteilung.

Ihr Tätigkeitsbereich umfasst allen voran die im Rathaus bekannten Problemstellen. „Der Einsatz an Hotspots sorgt hoffentlich dafür, dass Probleme dort angegangen werden, wo sie tatsächlich entstehen – nicht flächendeckend, sondern punktgenau“, wird Manuela Störk von der Polizeiabteilung zitiert.

Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit sind die vornehmlichen Themen, die die Bürger beschäftigen. Viele Gespräche und Rückmeldungen unterstreichen das immer und immer wieder. Die Beauftragung des Sicherheitsunternehmens soll das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung erhöhen.

Ziel: Konflikte früh erkennen

Bei der Stadtverwaltung setzt man – auch nach den guten Erfahrungen der Stadt Rheinfelden – darauf, dass die Anwesenheit eines Sicherheitsdienstes die Wahrscheinlichkeit von Vandalismus, Ruhestörungen, aggressivem Verhalten, Parkverstößen oder auch Alkohol- und Drogenkonsum an so genannten Hotspots senkt.

Regelmäßige Kontrollen sollen demnach in Parks, Unterführungen, auf Schulhöfen, an Grillstellen und im Innenstadtbereich stattfinden. Die geschulten Mitarbeiter der Sicherheitsfirma sollen mit ihrer wiederkehrenden Präsenz im besten Fall Konflikte früh erkennen und mit ruhiger und professioneller Ansprache Situationen entschärfen, bevor sie eskalieren.

Aufgaben, die nicht zwingend polizeilich sind

Der Sicherheitsdienst übernimmt Aufgaben, die nicht zwingend polizeilich sind: Etwa die Meldung von Schäden, Ansprache bei Lärmbelästigung, Kontrolle von Parks oder Spielplätzen. „Solche Streifen ergänzen die Polizei, ersetzen sie aber nicht. Letztere kann sich jedoch auf Einsätze mit höherer Priorität konzentrieren“, macht Störk deutlich.

Der Sicherheitsdienst soll mit seiner Präsenz auch die Möglichkeiten für Vandalismus eingrenzen (Symbolbild).

Foto: Alexa/Pixabay

Der Sicherheitsdienst sorgt mit seiner Präsenz nicht zuletzt auch für den Schutz kommunaler Infrastruktur. Ob das nun zerstörte Mülleimer, vermüllte Grillplätze oder auch Graffiti an öffentlichen Gebäuden sind.

Störk: „Wir wollen ein deutliches Zeichen setzen“

„Wir wollen mit diesem Schritt auch ein deutliches Zeichen setzen. Unsere Bürgerinnen und Bürger sollen wissen, dass ihre Anliegen ernst genommen werden. Ziel ist es, den Sicherheitsdiensteinsatz verlässlich und nachvollziehbar umzusetzen und damit das Sicherheitsgefühl in der Stadt weiter zu stärken“, sagt Störk.

Der Sicherheitsdienst übernimmt Aufgaben, die durch den Gemeindevollzugsdienst nicht abgedeckt werden können. Die Beauftragung eines Sicherheitsunternehmens ist ein Pilotprojekt bis Ende September. Dann wird man ein Fazit ziehen und die weitere Vorgehensweise besprechen. Der Kommunale Ordnungsdienst der Stadtverwaltung befindet sich derzeit noch im Aufbau.