Kinderuni in Grenzach-Wyhlen
: Wie Menschen in der Eiszeit gelebt haben

Bei der Kinderuni in Grenzach-Wyhlen haben mehr als 200 Kinder von Paläotechniker Markus Klek gelernt, wie Menschen während der Eiszeit lebten.
Von
Heinz Vollmar
Grenzach Wyhlen
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Mehr als 200 Kinder wollten im Haus der Begegnung in Grenzach etwas über die Eiszeit lernen.

Heinz Vollmar

Mehr als 200 Kinder hatten sich im Saal des Hauses der Begnung versammelt, um der Vorlesung der Kinder-Uni zu lauschen. Zunächst erklärte Paläotechniker Markus Klek, den Zeitraum der letzten Eiszeit, die vor 115 000 Jahren begonnen hatte und vor etwa 12 000 Jahren endete. Doch wie lebten die Menschen während der Eiszeit und wie konnten sie überhaupt überleben.

Unter dem Titel „Auf der Spur von Mammut und Rentier“ vermittelte Klek den Kindern auch eien Vorstellung davon, welche Kleidung der Neandertaler und der Homo sapiens trugen und wie sie diese mit einfachen Mitteln selbst herstellten. Zudem ging es darum, wie die frühen Menschen Werkzeuge herstellten und Feuer machten.

Leben wie in der Steinzeit

Darüber hinaus zog er Parallelen zu verschiedenen Völkern ein, die ähnlich gelebt haben könnten, zum Beispiel in Höhlen, wovon heute noch Spuren zeugen. Im Mittelpunkt der Vorlesung standen indes die Erlebnisse von Markus Klek, die er, gekleidet wie ein Steinzeitmensch in der Wildnis von Schweden, erlebte. Dort wollte er die Urzeit nicht nur erforschen, sondern auch versuchen, diese mit einfachsten Mitteln zu überleben. Dass er seine Kleidung, die ausschließlich aus Tierfellen bestand, ebenso wie Schuhe, Schneeschuhe und Schlitten, selbst herstellte, machte ihn als ausgewiesenen Paläotechniker aus.

Es war ein Erlebnisbericht, der die Kinder fesselte und ihre Augen leuchten ließ. Vor allem als es darum ging, mit Feuerstein, Zunderpilzen und PyritKnollen in Schnee und Eis Feuer zu machen. Auch wie sich ohne Hygieneartikel und ohne WC der Toilettengang gestaltete, interessierte die Kinder.

Werkzeuge als Attraktion

Die Werkzeuge und die selbst hergestellte Steinzeitkleidung, die Klek mitgebracht hatte, war eine weitere Hauptattraktion.

Begrüßt wurden die vielen jungen Studenten vor Beginn der Vorlesung von Hans-Joachim Wallny. Er fragte zunächst wie die Kids die bisherigen Vorlesungen der Kinderuni empfanden und auch wer schon im zurückliegenden Jahr an der Kinderuni teilgenommen hatte. Daran, dass beide Fragen mit lautstarkem Getrampel der Kinderfüße und mit grünen Karten beantwortet wurden, zeigt sich, dass die Kinderuni sich in Grenzach-Wyhlen großer Beliebtheit erfreut.

Ebenso deutlich wurde dies anhand der vielen Fragen, die am Ende der Vorlesung an Klek gerichtet wurden. Einmal mehr überzeugte bei der dritten von insgesamt vier Vorlesungen in diesem Jahr auch die Organisation der Macher der Kinderuni um Manfred Mutter, Mechthild Wallny, Alexandra Pfeiffer, Susanne Bartelmus und den vielen anderen Helfern.

„Wissen macht Spaß“

Unter dem Slogan „Wissen macht Spaß“ soll den Kindern vermittelt werden, dass stetiges Lernen Freude bereiten kann. Eine Botschaft für die jungen Studenten, die davon profitieren können.