Kesslergrube in Grenzach-Wyhlen: Neue Lebensräume am Rheinufer

Blick auf das sanierte Areal und die Arbeiten am Rheinufer
Pressefoto RocheDie bauliche Umsetzung der Renaturierung des Rheinufers ist weitgehend abgeschlossen. Insbesondere die Flachwasserzone, Uferböschungen und befestigenden Bauwerke sind fertiggestellt, heißt es in der aktuellen Info von Roche Pharma.
Für die Sicherung kamen auch Mauern aus Muschelkalkstein sowie eine Krainerwand zum Einsatz. Unter anderem wurden Holz, Steine und Kies für weitere Gestaltungsmaßnahmen verbaut - allesamt aus der Region, wird ausgeführt.
Ein besonderes gestalterisches Element stellen die erhaltenen Teile der ehemaligen Bohrpfahlwand dar. Diese wurden in die Landschaftsarchitektur integriert und dienen nun teils als Fundament für neue Sitzbänke.
Zudem wurden gezielt Habitate für Eidechsen angelegt. Der Zugang zur Flachwasserzone wird durch eine Benjeshecke natürlich reguliert. Aktuell erfolgt die Entfernung von Feinsanden und Schluffen, die sich im Zuge der Baggerarbeiten angesammelt haben.
Rheinuferweg hergestellt
Der aus den Arbeiten stammende Erdaushub wird laut Info-Newsletter derzeit zwischengelagert. Eine passende Wiederverwendung werde geprüft.

Die Arbeiten am Rheinufer schreiten voran.
Foto: Pressebild RocheDer im Zuge der Sanierung entfernte Uferwanderweg wurde bereits im Bereich des Roche-Areals neu angelegt. Allerdings ist der Abschnitt aktuell noch nicht durchgängig begehbar, so das Unternehmen. Im Bereich des Wassersportclubs Grenzach-Wyhlen stehe die Wiederherstellung noch aus.
Der Salzländeweg
Die Wiederherstellung des Salzländewegs bleibt laut dem Unternehmen ein zentraler Bestandteil der nachgelagerten Maßnahmen. Die Planungen wurden von Roche in Zusammenarbeit mit Rapp Regioplan, der Gemeinde Grenzach-Wyhlen und dem Regierungspräsidium angestoßen. Der Endausbau des Wegs umfasst zwei Fahrbahnen, ein Bankett und einen kombinierten Geh- und Radweg. Bis zur Köchlinstraße ist eine provisorische Anbindung vorgesehen. Die nächste Projektphase sieht die Planung der Entwässerungs- und Versorgungsanlagen vor, ein Konzept hierzu werde voraussichtlich im Herbst dem Landratsamt Lörrach vorgestellt. Die bauliche Umsetzung ist für 2026 angedacht.

Blick auf das Areal
Foto: Pressebild RocheDas Grundwasser
Bereits im Jahr 2023/2024 wurden 25 Grundwassermessstellen auf dem und rund um das sanierte Areal angelegt. An diesen Messstellen werden seit Oktober 2024 Grundwasserproben entnommen, um die abnehmenden Konzentrationen und Frachten von Schadstoffen nach der Sanierung nachweisen und dokumentieren zu können, führt Roche weiter aus.
Die Renaturierung
Der erste Jahresbericht, der den Untersuchungszeitraum Oktober 2024 bis Mai 2025 abdeckt, werde voraussichtlich im vierten Quartal 2025 veröffentlicht.
Bereits während der Renaturierungsarbeiten der Rheinufer- und Flachwasserzone zeigten sich erste Erfolge der ökologischen Maßnahmen, listet Roche auf: Ein Schwanenpaar brütete erfolgreich fünf Küken in der neuen Flachwasserzone aus. Eisvögel, Haubentaucher, Bahamaenten und sogar ein Turmfalke wurden gesichtet. In der Flachwasserzone tummeln sich inzwischen zahlreiche Fischarten.
Diese Beobachtungen in diesem Bereich zeigen laut dem Unternehmen: Die Renaturierung trage bereits zur ökologischen Vielfalt vor Ort bei und bereichere die Region sichtbar.