Jugendwehr Wittlingen/Schallbach: Die Jugend sichert die Einsatzbereitschaft

Die „Feuerwehr-Familie“ Wittlingen-Schallbach feierte ihren 25. Geburtstag.
Ines BodeMit sichtlicher Freude nahm die gemischte Gruppe, Mädchen und Jungen unterschiedlicher Jahrgänge, die „Jugendflamme“-Urkunden auf der Bühne entgegen. Die „hervorragende Leistung“ samt Prüfung jedes Einzelnen begleitete lautstarker Applaus. Eingangs hatte Jugendwart Stephan Rösner auf die Premiere hingewiesen.
Gruppenleiter Moritz Herr, der den Programmpunkt moderierte, erklärte am Rande, bisher sei viel in der Jugendarbeit bewirkt worden. Aus vielerlei Gründen sei indes die „Jugendflamme“ nicht dabei gewesen. In jüngerer Zeit hat es laut dem Gruppenleiter weitere Neuerungen gegeben. Darüber hinaus informierte Rösner, dass die Zöglinge vor wenigen Tagen beim Kanderner Spiellauf den fünften Platz holten – von 28 Teams.
Kinder wollten mitmachen
Zu jenen Kindern, die vor 25 Jahren den Anstoß zur Gründung gaben, äußerte sich Ehrenkommandant Max Bieg. Zusammen mit dem Wittlinger Kommandanten Knut Nabbefeld schilderte er, dass sich stets die Jüngsten einfanden, wenn die Großen im Dorf ihre Übungen abhielten. „Wir wollen auch“, drängelten die Knirpse. Das sei in kleinen Ortschaften üblich gewesen. Nabbefeld meint, allein beim Zuschauen habe die interessierte Schar viel mitbekommen.
Dazu passt die Geschichte von Patrick Vogl. Der 28-jährige habe im Kindergartenalter beschlossen, er werde Chef bei der Feuerwehr. Keine zehn Jahre alt, wurde er Mitglied, um mehrere Stationen zu durchlaufen. Heute ist er Nabbefelds Stellvertreter, der ihn bereits als Nachfolger betrachtet. Bieg zufolge, der mit Martin Schmiedlin die Gründung in Gang setzte, sei die Schar damals rasch angewachsen und mit Schallbacher Kindern verstärkt worden. Einige seien der Wehr bis heute treu geblieben.
Die Entwicklung der Jugend gewürdigt
Bürgermeister Michael Herr äußerte sich auch für den Schallbacher Kollegen Christian Iselin. Der Anlass sei eine großartige Gelegenheit, die beeindruckende Entwicklung zu würdigen. Herr: „Ohne die ausgebildeten Jugendlichen, die zu den Aktiven wechselten, würden unsere Feuerwehren nicht mehr einsatzbereit sein.“ Ein Grund sei mangelndes Engagement der übrigen Bürger.
Zwölf Einsätze hat es bisher in diesem Jahr gegeben. Seine Worte wollte der Bürgermeister als Plädoyer für den Erhalt und die Unterstützung verstanden wissen. „Eure Einsätze, Übungen und Veranstaltungen sind fester Bestandteil des Zusammenlebens und werden durchgezogen – komme was wolle.“
Viele Hände beteiligen sich
Andreas Sinz vertrat den Schallbacher Kommandanten Tim Wackernagel. Er ging seinerseits auf ein Vierteljahrhundert gemeinsame Jugendfeuerwehr ein. Den Gründern sagte er achtsamen Umgang nach. Knut Nabbefeld sandte Dank an Jugendwart Rösner: „Ihr bringt die Jugend nach vorn. Ihr seid unser Rückhalt, euch gehört unser Respekt.“
Begonnen hatte der Abend mit einem Sektempfang, ausgerichtet von den Mitgliedern des DRK-Ortsvereins Wollbach. Die örtliche Chürbse-Clique sorgte für den reibungslosen kulinarischen Ablauf. Viele Hände beteiligten sich organisatorisch. Die 400 Luftballons, die den Gemeindesaal zierten, gingen auf das Konto der derzeitigen Nachwuchstruppe. Neuzugang Noah wusste zu berichten, dass die Ballons dem Kindergarten zukommen.