Jubilar in Weil am Rhein: Keine Zeit für Hobbys

Walter Domzol feiert seinen 80. Geburtstag.
Anita Indri-WernerWalter Domzol, der diesen Donnerstag 80 Jahre alt wird, ist in der 3-Länder-Stadt bestens bekannt. „Ein halbes Leben, 40 Jahre, war ich als Hausmeister für die katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul tätig“, sagt der Jubilar.
Gemeinsam mit seiner Frau Toni sorgte Walter Domzol unter anderem dafür, dass sich die Gäste im katholischen Gemeindehaus wohl fühlten. Die allererste Veranstaltung, erinnert sich der Jubilar, war seinerzeit das Jahreskonzert des Eisenbahner Musikvereins.
In Weil am Rhein habe es keine Festhalle gegeben, so dass zahlreiche Veranstaltungen des Ski Clubs, des Tennis Vereins oder der Feuerwehr und anderen Veranstaltern von ihm als Hausmeister im Gemeindehaus betreut wurden. Die Seniorennachmittage des Zoll seien immer sehr schön gewesen, erzählt Domzol. Und dann fanden noch Dutzende von Blutspendeterminen statt, bei denen er mit im Einsatz war.
Geboren in Cham
Wie kam der Jubilar zu der Hausmeisterstelle bei der Kirchengemeinde St. Peter und Paul? Pfarrer Bernauer war es, der ihn in die 3-Länder-Stadt holte und diese Stelle vermittelte. Geboren ist der Jubilar in Cham Freiamt. Damals seien die Eltern auf der Flucht aus Schlesien nach Cham gekommen. Der Vater war Schlosser, die Mutter arbeitete in einer Küche.
Metzgerlehre
Die Familie, zu der auch ein Bruder gehörte, kam schließlich durch das Deutsche Rote Kreuz nach Schönau. Dort besuchte Walter Domzol die Schule. Danach absolvierte er eine Metzgerlehre.
Bei einer Fasnachtsveranstaltung die Frau kennengelernt
An einer Fasnachtsveranstaltung in Schönau lernte er seine Frau Toni kennen. Heute hat das Paar drei Kinder und kann sich über sechs Enkelkinder freuen. Mit seiner Frau hat er schöne Reisen nach Lanzarote, Can Canaria und Mallorca gemacht. Für ein Hobby sei ihm keine Zeit geblieben, einzig in den 1990er-Jahren war er Mitglied in einem Wanderclub.
Seit 2018 lebt Walter Domzol mit seiner Frau in der Seniorenwohnanlage in der Danziger Straße. „Es gefällt uns hier sehr gut“, sagt er. Gleich am Anfang habe er einen Freitagstreffpunkt im Haus gegründet, der bis heute sehr gut angenommen werde.
Seine Wünsche für das neue Lebensjahr: Noch lange in der Männergymnastik Gruppe mitmachen können sowie zusammen mit seiner Frau gesund bleiben, und die Zeit miteinander genießen dürfen. Mit der Familie wird gefeiert werden. In der Woche nach dem Geburtstag sind Freunde und Bekannte zum Feiern eingeladen.