Ja zum Haushalt
: Schallbach ist „grundsätzlich eine finanziell gesunde Kommune“

Schallbachs Haushaltsplan 2026 ist einstimmig beschlossen worden.
Von
Silke Hartenstein
Schallbach
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Energiesparen hilft gegen den Klimawandel: Im Feuerwehrhaus werden derzeit die Fenster ausgetauscht, als nächstes kommen die Fenster im Kindergartengebäude (Foto) an die Reihe.

Hartenstein

Im Ergebnishaushalt wird mit ordentlichen Erträgen von gut 2,2 Millionen Euro und ordentlichen Aufwendungen von gut 2,3 Millionen Euro mit einem Minus von gut 84 300 Euro gerechnet. Dieser Betrag spiegelt laut der Rechnungsamtsleiterin des Gemeindeverwaltungsverbands Vorderes Kandertal (GVV), Gabriele Herrmann, in etwa die steigenden Kosten durch die Kreis- und Verbandsumlage für den GVV wider. Sie fand: „Bei der Gemeinde Schallbach handelt es sich grundsätzlich um eine finanziell gesunde Kommune.“

Bürgermeister Christian Iselin sagte optimistisch, auch der Haushaltsplan 2025 sei mit einem knappen Minus angesetzt gewesen, konnte dann jedoch mit etwa 110 000 Euro Plus abgeschlossen werden.

Ausrüstung fürdie Feuerwehr

Feuerwehrkommandant Tim Wackernagel erläuterte auf Anfrage des Gemeinderats, wofür die 4000 Euro für persönliche Ausrüstung der Feuerwehr bestimmt sind. Da die vorhandenen Sicherheitswesten die „Sichtwirkung eines Teelichts“ hätten, würden 15 neue Signalwesten mit Reflektoren angeschafft, des Weiteren zehn Parka als Ergänzung der repräsentativen Dienstkleidung für offizielle Anlässe an kalten und regnerischen Tagen. Die Parkas werden den 26 Feuerwehrleuten in einem Pool zur Verfügung gestellt.

Im Finanzhaushalt klafft eine Lücke von knapp 394 000 Euro. Eine Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen. 450 000 Euro sind vorsorglich für einen Grundstückskauf eingestellt. Sollte sich ein geeignetes Grundstück anbieten, sagte Iselin, könne man sofort handeln, ohne erst einen Nachtragshaushalt aufstellen zu müssen. Im Gegenzug sind 360 000 Euro Einnahmen eingeplant durch Verkauf des Teilgrundstücks in der Dorfstraße 2.

Schallbachs Anteil am Sondervermögen des Landes, knapp 585 000 Euro, ist in den Haushaltsplan noch nicht eingepreist. Hierzu sagte Iselin, bei der Gemeinde verbleibende Ausgaben für bereits geförderte Investitionen wie etwa die Sanierung des Gebäudekomplexes Feuerwehr- und Kindergartengebäude dürften aus dem Sondervermögen bezahlt werden. Allerdings gebe es bei der Verwendung des Sondervermögens eine Bagatellgrenze von 50 000 Euro.

Energetische Sanierung wird vorangetrieben

Weiterhin liegt ein Schwerpunkt auf der energetischen Sanierung der Gebäude im Gemeindeeigentum. Im Feuerwehrhaus werden derzeit die Fenster ausgetauscht, alte Bausünden und Kältebrücken beseitigt. Als nächstes werden die Fenster im Kindergartengebäude ersetzt, danach kommen die Türen und Fenster im vorderen Teil des Rathaussaals an die Reihe.

Für eine neue Heizung des Rathauskomplexes sind 80 000 Euro vorgesehen. Hier sieht Iselin ein interessante Lösung in der Installation einer Wärmepumpe für die Grund- und die vorhandene Gasheizung für die Spitzenlast. Der Gemeinderat wird sich damit in einer kommenden Sitzung befassen.

Betreffs der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Rathauskomplexes seien am 5. März erstmals Stromerzeugung und -verbrauch gleich hoch gewesen – wobei der Stromspeicher für die Notstromversorgung der Gemeinde bereits gefüllt gewesen sei.

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