Investition in Erneuerbare Energien: Im Stockacker in Eimeldingen soll ein Agri-PV-Park entstehen

Landwirtschaft mit Photovoltaik verbinden will auch die Gemeinde Eimeldingen (Symbolbild).
Sebastian Ganso/PixabayIn seiner März-Sitzung hatte der Gemeinderat den Beschluss gefasst, für das Gewann „Stockacker“ am westlichen Ortsrand einen Bebauungsplan zu erstellen, um dort einen Agri-Photovoltaik-Park mit Batteriespeicher zu ermöglichen, der die landwirtschaftliche Nutzung mit Solarerzeugung kombiniert. Am Donnerstag machte das Gremium mit seiner Zustimmung zu einem Gestattungsvertrag mit der Diveo GmbH nun den folgerichtigen nächsten Schritt.
Bürgermeister Oliver Friebolin stellte den Vertrag in seinen Eckpunkten vor. Er umfasst ein Gebiet von rund zehn Hektar, das im Besitz der Gemeinde ist und stellt sicher, dass mindestens 85 Prozent davon ökologisch nachhaltig landwirtschaftlich bewirtschaftet werden. Vorgesehen ist eine Anlage mit einer Produktionsleistung von 8,06 Megawatt Peak und einer Speicherleistung von 7,5 Megawatt.
Der Vertrag sichert dem Projektentwickler und späteren Betreiber Dienstbarkeiten im Grundbuch und regelt die Entgeltzahlungen an die Gemeinde. Die Laufzeit beträgt 20 Jahre mit der Option einer zweimaligen Verlängerung um jeweils fünf Jahre. Nach maximal 30 Jahren kann die Gemeinde dann entscheiden, ob sie die Anlage gegen Zahlung des Verkehrswertes abzüglich der Rückbaukosten übernimmt oder ob Diveo sie zurückbauen muss.
Ein Grundstück ist derzeit noch an zwei Bewirtschafter verpachtet, denen gekündigt werden soll. Sie könnten aber weiter im Boot bleiben. Denn Diveo werde mit den beiden Landwirten sowie dem angedachten Haupt-Bewirtschafter Stefan Berg Gespräche über die zukünftige Aufteilung führen, berichtete Bürgermeister Oliver Friebolin.
Für die Zahlungen an die Gemeinde gebe es verschiedene Varianten. Bürgermeister Friebolin schlug ein Mindestnutzungsentgelt von 2000 Euro pro Megawatt PV- oder Speicherleistung vor (je nachdem, welche Menge höher ausfällt), ergänzt um eine Gewinnbeteiligung von 3,5 Prozent des Jahresnettoerlöses. Wenn alles optimal laufe und die Anlage voll ausgelastet sei, könnte sie der Gemeinde damit Einnahmen von bis zu 25.000 Euro bescheren, rechnete Friebolin vor.
Eine Beteiligung der Bevölkerung bleibe weiter möglich, so der Bürgermeister auf Nachfrage von Birgit Pohl, die berichtete, dass es einige Bürger gebe, die gerne in die Anlage investieren würden. Die Zustimmung zu dem Vertragsentwurf war am Ende nur noch Formsache.