Hundesport in Weil am Rhein
: Prüfung für Schäferhunde in Weil – auch die Halter kommen ins Schwitzen

50 Schäferhunde und ihre Halter stellten sich dem Wettbewerb der Weiler Ortsgruppe. Einige der Teilnehmer reisten aus dem Ausland an.
Von
Rolf Reißmann
Weil Am Rhein
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Rose heißt die Siegerin der Klasse der zwölf bis 18 Monate alten Hündinnen. Sie kommt aus einer namhaften Schäferhundezucht in Frankreich.

Rolf Reißmann

Ein Hundetreffen ohne Gebell und Gekläffe: Wohlerzogene Tiere kamen am Sonntag auf der Übungsanlage der Ortsgruppe Weil des Vereins für Deutsche Schäferhunde in der Lustgartenstraße zusammen.

Aus Deutschland und Frankreich, aus der Schweiz, Italien und Serbien waren die Halter mit 50 Schäferhunden angereist, um diese Wertungsprüfung als eine wichtige Etappe im noch jungen Hundeleben zu meistern.

Für Laien war es auf den ersten Blick erstaunlich, wie gut die Tiere, die sich untereinander bisher noch nie oder nur selten begegnet waren, miteinander auskamen. Keine Rangeleien, keine Eifersüchteleien und vor allem die deutlich spürbare Zuneigung zu ihren Haltern dürften manchen Zuschauer beeindruckt haben.

Anspruchsvolles Hobby

Vereinsvorsitzender Giovanni Luongo freute sich, dass wieder einige Kinder und Jugendliche mit ihren Tieren gekommen waren. Dies zeige, dass sich doch einige junge Leute diesem „sehr anspruchsvollen und auch zeitaufwendigen Hobby“ zuwenden.

Wer einen Schäferhund halte, müsse die Erfordernisse des Tieres anerkennen und sein Leben danach einrichten. Dies funktioniere am besten in stabilen Familienverhältnissen, so dass der Hund stets zugewandte Menschen um sich herum habe.

Einstufung

Die jährliche Zucht- und Nachwuchsschau dient vor allem der Einstufung als Begleit- und Gebrauchshund. Nur die Tiere, die die Anforderungen erfüllen, werden für diese Zwecke anerkannt. Zugelassen waren diesmal Schäferhunde im Alter von sechs Monaten bis vier Jahre.

Alle Hunde mussten zunächst Prüfungen der Anatomie, vor allem der Zähne, und ihres Wesens überstehen. Auch schauten die Wertungsrichter darauf, ob bei den Tieren eine gewisse Freude erkennbar ist, Leistungen zu erbringen.

Überprüft wurde auch, ob die Tiere ordnungsgemäß mit einem Chip ausgestattet sind und ob sie in der Lage sind, ruhig und geduldig auf Anweisungen zu warten.

Völlig unvermittelt wurde die „Schussgleichgültigkeit“ überprüft. Die Hunde wurden dazu mit einem plötzlichen, lauten Knall konfrontiert. Gut ausgebildete Gebrauchshunde lassen sich durch plötzliche Geräusche nicht aus der Ruhe bringen.

Fährtenarbeit und mehr

Anschließend hatten die Tiere gemeinsam mit ihren Halterinnen und Haltern eine Leistungsfolge zu absolvieren. Dabei wurden Fährtenarbeit, Unterordnung und Schutzdienst bewertet. Diese Prüfungen waren nach Unterarten und Alter gegliedert. Denn Hunde, die gerade erst aus dem Welpenalter herausgewachsen sind, können noch nicht die Kenntnisse und Verhaltensformen wie etwa drei- oder vierjährige Hunde vorweisen.

Ins Schwitzen gekommen

Den Zuschauern wurde sehr schnell deutlich, warum das Ganze als Hundesport bezeichnet wird: Denn die die Leine führenden Damen und Herren kamen durchweg ins Schwitzen, weil die Tiere mit ganzer Kraft vorwärts stürmten. Mitunter schnauften die Frauchen und Herrchen deutlich stärker als ihre Hunde. Nach dem Wettbewerb stürzten sich die Hunde freudig in die bereitstehenden Wasserwannen.

Neben den Hundehaltern waren auch einige Zuschauer gekommen. Sie verfolgten von der Terrasse aus das abwechslungsreiche Treiben und hatten dabei sichtlich Spaß.

Schäferhundeverein

Dem Weiler Verein
 für Deutsche Schäferhunde gehören derzeit 35 Mitglieder aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz an. Vorsitzender
 ist Giovanni Luongo. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.schaeferhunde.de/ortsgruppen/og-weil-rhein-e-v_1431