Hoher Investitionsbedarf
: Trinkwasser soll teurer werden, Stadt will Qualität sichern

Die Stadtwerke Lörrach wollen die Verbrauchsgebühr für Trinkwasser zum 1. Januar 2026 von derzeit 2,40 Euro pro Kubikmeter auf 2,60 Euro pro Kubikmeter anheben.
Von
red
Lörrach
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Um die hohe Qualität der Trinkwasserversorgung langfristig zu gewährleisten, seien Investitionen ins Lörracher Wassernetz erforderlich, betont die Stadt (Symbolbild)

com77380/Pixabay

„Einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer von sieben Prozent ergibt sich ein Betrag von 2,78 Euro pro Kubikmeter“, so die Stadt in einer Mitteilung. Hauptgründe für die geplante Anpassung seien gestiegene Bau- und Materialkosten, ein erhöhter Investitionsbedarf ins Trinkwassernetz sowie zusätzlich notwendige Sanierungsmaßnahmen an zentralen Anlagen.

Hohen Standard halten

„Die Versorgung unserer Bürger mit hochwertigem Trinkwasser ist ein zentraler Auftrag der Daseinsvorsorge. Die jetzt notwendige Anpassung der Wassergebühren leistet einen Beitrag dazu, dass wir auch künftig ein Grundnahrungsmittel von höchster Qualität bereitstellen können. Moderne Technologie, hohe Sicherheitsstandards und kontinuierliche Investitionen in unser Netz sind dafür unerlässlich – sie sichern langfristig die Verlässlichkeit unserer Trinkwasserversorgung.“ begründet Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdić das Vorhaben.

Für die Nutzung der öffentlichen Wasserversorgungsanlage erheben die Stadtwerke Verbrauchsgebühren. Die nun vorgelegte Neukalkulation basiert auf dem Wirtschaftsplan des Betriebszweigs Wasserversorgung für das Jahr 2026. Sie dient dem Gemeinderat als Entscheidungsgrundlage für eine Änderung der Wasserversorgungssatzung.

Im Vergleich zum bisherigen Planansatz für 2025 steigen die gebührenfähigen Kosten um rund 306 000 Euro. „Maßgeblich verantwortlich hierfür sind höhere Bauunterhaltungskosten in Höhe von rund 213 000 Euro sowie ein gestiegener Materialaufwand von etwa 34 000 Euro. Zusätzlich beobachtet die Badenova-Netze, die als Netzbetreiberin für die Stadtwerke tätig ist, insbesondere im Tief- und Rohrbau weiter deutliche Preissteigerungen“, erklärt die Stadt.

Es muss investiert werden

Um die hohe Qualität der Trinkwasserversorgung auf Dauer zu gewährleisten, seien erhebliche Investitionen in das Lörracher Wassernetz erforderlich. Dies betreffe sowohl den Ausbau des Rohrnetzes – hierfür seien allein im Jahr 2026 rund 1,64 Millionen Euro vorgesehen – als auch größere Sanierungsmaßnahmen an bestehenden Anlagen. Besonders im Fokus stehe die Kaverne Schädelberg, in der in den kommenden zwei Jahren Wasserkammersanierungen mit einem Gesamtvolumen von rund 1,375 Millionen Euro notwendig werden.

Im landesweiten Vergleich liege die geplante Verbrauchsgebühr im moderaten Bereich: „Der durchschnittliche Trinkwasserpreis in Baden-Württemberg betrug im Jahr 2025 netto 2,54 Euro pro Kubikmeter“, heißt es. Der Betriebsausschuss der Stadtwerke hat am Donnerstag über die Vorlage beraten. Der Gemeinderat befasst sich am 18. Dezember abschließend damit.