Haushalt 2026: Schwörstadts Bürgermeister will Defizite abbauen

In seiner Haushaltsrede erklärte Bürgermeister Fabio Jenisch, dass auch die Erschließung des neuen Baugebiets Am Rhein (Bild) haushälterisch zum Abschluss kommen wird.
Heinz VollmarMit den Worten „wir stehen vor Herausforderungen. Ich betrachte diese jedoch nicht mit Sorge, sondern mit Zuversicht und Mut – dem Mut, gemeinsam weiterhin Gutes für unser Dorf zu erreichen“, eröffnete Bürgermeister Fabio Jenisch in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats seine Haushaltsrede für 2026. Mehrere langjährige Projekte seien erfolgreich abgeschlossen und wichtige Meilensteine für Vorhaben erreicht worden.
Zu den Abschlüssen zählte Jenisch die Verdolung des Dorfbachs, womit nicht nur bauliche Klarheit, sondern auch eine spürbare Verbesserung für die Sicherheit und Aufenthaltsqualität erreicht sei. Ebenfalls zum Abschluss kommen wird die Erschließung des Baugebiets am Rhein. Daher gelte es bereits heute den Grundstein für eine gute und nachhaltige Integration des neuen Quartiers ins Dorf zu legen. Abgeschlossen werden soll im kommenden Jahr zudem die Sanierung der Merklin-Orgel in der Pelagius-Kirche in Dossenbach.
Externe Projektträger würden die Elektrifizierung der Hochrheinbahn vorantreiben, der Zweckverband Breitband den Glasfaserausbau. Der Landkreis wolle zudem Mittel für die Planungsphase des Radwegs von Niederdossenbach nach Dossenbach und weiter nach Schwörstadt zur Verfügung stellen, gab der Bürgermeister bekannt.
Aktiv mitgestalten wolle die Gemeinde die Sanierung der Gartenstraße, die als Projekt der Wasserversorgung und des Straßenbaus in den Haushaltsplan aufgenommen werde. Bewusst Zeit nehmen will sich die Verwaltung laut Jenisch zur Konsolidierung eigener Projekte.
Daher werde man künftig auf vorsorgliche Planungen von Projekten verzichten, deren Umsetzung fraglich sei. Dies sei aus finanzieller Sicht sinnvoll und verschaffe den nötigen Spielraum, gezielt auf die Bereitstellung des Sondervermögens zurückzugreifen.
Für die Mittel nach dem Länder-und-Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz läge zwar noch keine Verwaltungsvereinbarung vor, man wisse aber, dass man in den kommenden zwölf Jahren 1,6 Millionen Euro abrufen könne.
Darauf wolle und müsse man vorbereitet sein, erklärte der Bürgermeister. Als zentralen Posten im Haushalt 2026 bezeichnete er die Beschaffung des neuen Feuerwehrfahrzeugs für Dossenbach und die entsprechende Anpassung des Feuerwehrhauses.
Feuerwehrfahrzeug günstiger
Erfreut zeigte er sich, dass das Fahrzeug mit rund 440 000 Euro deutlich günstiger ausfalle, als vergleichbare Fahrzeuge in Einzelbeschaffung, die bei etwa 750 000 Euro lägen. Die Auslieferung des Fahrzeugs sei für den Zeitraum Juli 2027 bis Mai 2028 vorgesehen. Die entsprechenden Raten seien in der Finanzplanung berücksichtigt. Die Kosten für den Umbau der Feuerwehrgarage bezifferte er auf 145 000 Euro.
Bürgermeister erwartet positiven Saldo
Im Rahmen der Vorstellung der Investitionsplanung bestätigte Jenisch, dass wegen der vorgesehenen Konsolidierung auf weitere Aufnahme von Schulden verzichtet werden soll. Durch den Abruf von Zuschüssen sowie Einnahmen aus dem Baugebiet am Rhein erwartet er einen positiven Saldo bei Investitionen. Im Ergebnishaushalt arbeite man noch an der Priorisierung. Für die Sanierung der Bergstraße stünden im Haushalt 2026 keine Mittel mehr zur Verfügung, weil der Ausgleichsstockantrag für das Feuerwehrfahrzeug vorgesehen sei.
Beraten wird der Haushalt 2026 in einer weiteren Sitzung des Gemeinderats am 15. Januar. Am 28. Januar soll der Haushalt dann als Satzung beschlossen werden.