Harmonika-Orchester Kandern
: Vier Ensembles gestalten den Konzertabend

Zum Jahreskonzert des Harmonika-Orchesters Kanderns füllte sich der Konzertsaal der Black Forest Academy nahezu komplett.
Von
Gudrun Gehr
Kandern
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Das Aktivorchester des Harmonika-Orchesters Kandern mit Waltraud Sütterlin gestaltete den zweiten Teil des Konzerts.

Gudrun Gehr

Vorsitzende Alexa Fehrenbacher freute sich besonders, dass der Ehren-Dirigent des Seniorenorchesters Max Sütterlin den „Rücktritt vom Rücktritt“ erklärt hat. Dieser hatte vor zwei Jahren seinen Abschied verkündet, nachdem das Seniorenorchester aufgrund von Spielermangel sehr geschrumpft war. Inzwischen haben sich jedoch wieder mehrere Aktive als Verstärkung im Ensemble eingefunden. Dass dies auch bei den Gästen für Freude sorgte, zeigte der Auftritt des Seniorenorchesters mit seinen elf Aktiven.

Das Konzert begann mit dem Auftritt des Vorstufen-Orchesters unter Leitung von Waltraud Sütterlin. In dem zwölfköpfigen Orchester musizieren alle Altersstufen gemeinsam – vom musikalischen Nachwuchs bis zu älteren (Wieder-)Einsteigern.

Das Vorstufenorchester bewies auf Anhieb, wie vielfältig und unschlagbar das Akkordeon als „Instrument des Jahres“ ist. Mit dem Gospel „Oh When The Saints“ , arrangiert von Waltraud Sütterlin, wurde in ein schwungvolles und kurzweiliges Konzert gestartet. Mit „Rock It“ von Mario Nortmann wurden die Gäste in gute Stimmung versetzt – es wurde eine weitere Zugabe erklatscht.

Jubelnder Applaus

Das Ensemble „Akkodiemus“, bestehend aus Lisa Cocking, Tim Cocking, Suzanne Micheals, Julia Sütterlin, Alena Weiß und am Schlagzeug Patrick Jungck, startete seinen Vortrag mit den Menuetts Farandole aus L’Arlésienne Suite II von George Bizet mit einem zarten, filigranen und tänzelnden Eingang bis zum dramatischen Finale. Das Publikum begeisterte sich über die große Stimmgewalt, die alleine von fünf Akkordeons erzeugt wurde. Für eine fetzig-jazzige Zugabe der „Akkordeon Show“ von Hans Günther Kölz, mit beeindruckender gesanglicher Begleitung von Akkordeonist Tim Cocking, bedankte sich das Publikum mit jubelndem Applaus.

Das Seniorenorchester unter Leitung von Max Sütterlin – übrigens ein sehr junggebliebenes Ensemble – legte wohl doppeldeutig mit dem Stück „Frischer Wind“ los. Es zeigte sein breites musikalisches Können mit heißen südamerikanischen Rhythmen mit „Samba De mi Vida“ von Renato Bui und mit dem „Tango Rosario“. Als Gegenpart zum südamerikanischen Exkurs präsentierten die Musiker „Allerhand aus Schwabenland“ von Hermann Schittenhelm mit einem musikalischen Ausflug zurück in die Heimat und boten ein Potpourri von heimischen Märschen, Polkas und Ländlern. Jubelnder Beifall kam vom Publikum.

Vorsitzende Alexa Fehrenbacher (links) mit dem Ehepaar Sütterlin, für das es Präsente gab

Foto: Gudrun Gehr

Nach der Pause nahm das Aktivorchester mit 17 Aktiven das Publikum mit auf eine Reise durch die großen musikalischen Möglichkeiten des Akkordeons. Der „Second Waltz“ von Dimitri Schostakowitsch ließ die Gäste im Walzerschritt in Gedanken schwelgen, es folgte die vierteilige „Vegelin Suite“ von Jacob de Haan. Abgerundet wurde die musikalische Reise mit passenden Dia-Präsentationen und stimmungsvollen Lichteffekten. Der offizielle Teil endete mit einem Medley von Stücken der Soul-Sängerin Amy Winehouse „Back on Stage“. Als Cover-Sängerin wirkte hier Gianna Sternberger mit.

Mehrere Zugaben

Ein Präsent gab es von Fehrenbacher für die Dirigentin Waltraud Sütterlin, die kürzlich die Silberne Dirigentennadel des Deutschen Harmonika-Verbands erhalten hat. Ihr Dank galt außerdem Max Sütterlin und allen Beteiligten, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten.

Das Publikum erklatschte sich noch weitere Zugaben, die gerne gewährt wurden.