Große Mängel in Seniorenheim: Öffentliche Duschen in Basel massiv mit Legionellen belastet

Bei 16 Duschen hat das Kantonslabor starke Belastungen mit Keimen festgestellt (Symbolfoto).
Kboyd/PixabayDas Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat bei Kontrollen öffentlicher Duschen im Jahr 2025 teilweise massive Belastungen durch Legionellen festgestellt. Bei einem Alters- und Pflegeheim waren Sanierungen am gesamten Wasserleitungssystem erforderlich, wie es in einer Mitteilung heißt. Im betroffenen Heim waren mehrere Bewohner und eine Mitarbeiterin an Legionellose erkrankt, wie das Labor in seinem Mitteilung schreibt. Bei einer internen Untersuchung habe das Laboratorium eine der für Menschen gefährlichsten Arten des Bakteriums, Legionella pneumophila Serogruppe 1, nachgewiesen.
Ergriffene Maßnahmen konnten die Kontamination mit L. pneumophila zwar „weitgehend beseitigen“, wie es heißt. Allerdings seien folgende Proben mit einer anderen Legionellenart über dem Grenzwert von 1000 KbE/l (Koloniebildende Einheiten pro Liter) belastet gewesen. Dies habe etwa die Sanierung erforderlich gemacht - das Heim müsse den Erfolg der Maßnahmen gegenüber dem Labor nachweisen.
Unabhängig von Fallabklärungen führte das Kantonslabor Kontrollen bei diversen Einrichtungen mit öffentlichen Duschen durch, wobei es bei 53 Prozent dieser Einrichtungen (neun von 17) zu Beanstandungen kam, wie es weiter heißt. Überprüft worden seien zwei Alters- und Pflegeheime, vier Fitness-Studios und elf Hotelschiffe. Bei beiden Pflegeheimen wurden Höchstwertüberschreitungen gefunden, insgesamt in fünf von zehn genommenen Proben, wie der Mitteilung zu entnehmen ist. Von den Fitness-Studios sei nur eines mit sechs von 18 höchstwertüberschreitenden Proben betroffen gewesen. Proben von sechs der elf Schiffe hätten ebenfalls Höchstwertüberschreitungen gezeigt. Von allen 113 im vergangenen Jahr kontrollierten Duschen wiesen 84 keine Kontamination auf oder waren unter dem Höchstwert, wie den Daten des Labors zu entnehmen ist. 16 hätten eine massive Kontamination.