Großbrand in Lörrach: Nach Brand: Wie es mit den Spenden weitergeht

Gastronom Mick Gäntzel sammelte Spenden.
Adrian SteineckNach der Auszählung der erfolgreichen Spendenaktion von Mick Gäntzel und seinem Team in der Drei König Taverne (wir berichteten) hat die Leitung des Familienzentrums gemeinsam mit dem Vorstand der Barbara Carl Stiftung sowie Landrätin Marion Dammann über die Verteilung der eingegangenen Spendengelder an die Betroffenen des Großbrands beraten. Mick Gäntzel und dem Team des Familienzentrums war es dabei ein besonderes Anliegen, die Auszählung der Spendengelder transparent und unter Aufsicht der genannten Akteure vorzunehmen sowie den Verteilungsschlüssel gemeinsam und einvernehmlich abzustimmen, heißt es in einer Mitteilung der Barbara Carl Stiftung.
Im Rahmen einer detaillierten Erhebung wurden alle betroffenen Familien – mit Ausnahme eines Mannes, der sich weiterhin in stationärer Krankenhausbehandlung befindet – zu ihrer Haushaltsgröße, den erlittenen Verlusten sowie ihrem jeweiligen Versicherungsstatus befragt. Ziel ist eine zeitnahe, transparente und faire Verteilung der Spendensumme in Höhe von insgesamt 35 967,50 Euro, 389,10 Schweizer Franken sowie der im Rahmen der Aktion gesammelten Gutscheine.
Kosten der Spendenaktion werden übernommen
Ein wesentlicher Bestandteil des Verteilungsschlüssels ist die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen. Darüber hinaus wurden die unterschiedliche Schadenshöhe in den betroffenen Gebäuden sowie die individuelle Versicherungssituation berücksichtigt. Die Auszahlung der Spendengelder soll in den nächsten Tagen erfolgen, heißt es in der Mitteilung vom Freitag. Derzeit werden noch letzte Kontoverbindungen eingeholt. Eine finanzielle Reserve wird zunächst zurückgehalten, um auch dem noch im Krankenhaus befindlichen Betroffenen nach Vorliegen aller notwendigen Angaben eine Soforthilfe zukommen lassen zu können oder für weitere nicht vorhersehbare Sonderbelastungen der Opfer.
Die im Zuge der Spendenaktion angefallenen Kosten – insbesondere für Getränke, Lebensmittel und Ähnliches – werden vollständig von der Brauerei Lasser und der Barbara Carl Stiftung übernommen. Damit ist sichergestellt, dass 100 Prozent der Spendengelder direkt den Betroffenen zugutekommen. Später eingehende Spenden werden den bestehenden Rücklagen hinzugefügt.
In der Zwischenzeit werden auch Lagermöglichkeiten für Sachspenden geprüft, die für einen späteren Zeitpunkt für die Familien wichtig werden (wie Möbel, Waschmaschine und Weiteres). Hierzu werden durch das Team des Familienzentrums in Unterstützung mit der Barbara Carl Stiftung und in Abstimmung mit den betroffenen Familien die eingegangenen Angebote nochmals überprüft.
Ein herzlicher Dank gilt Mick Gäntzel und seinem Team für die engagierte Organisation der Spendenaktion, dem Team des Familienzentrums für die tatkräftige Unterstützung und die Vornahme der Befragungen sowie allen Spendern für ihre große Hilfsbereitschaft und Solidarität, heißt es in der Mitteilung. Und weiter: „Wir hoffen, dass die Betroffenen bald wieder in eine eigene Wohnung zurückkehren können und die dramatischen Ereignisse nach und nach verarbeiten werden.“
Kleiderbasar zugunsten der Opfer des Brandes
Das Familienzentrum weist auch nochmals auf den „Kleiderbasar mit Herz“ hin, der am Dienstag, 6. Januar, von 10 bis 13 Uhr in den Räumen in der Baumgartner Straße 14 stattfinden. Dort werden unter dem Motto „Du nimmst, was Du brauchst und gibst, was Du kannst“ die Sachspenden, die nicht mehr von den Familien benötigt werden, gegen eine Spende für die betroffenen Familien abgegeben. Menschen, die selbst in Not sind, können diese gerne – gegen einen Nachweis – kostenlos mitnehmen.