Grenzach-Wyhlen im Fokus
: Damit sich in Grenzach-Wyhlen neue Unternehmen ansiedeln

Der Wirtschaftstreff Grenzach-Wyhlen bot erneut eine wichtige Plattform für Austausch, Vernetzung und Standortentwicklung in der grenzüberschreitenden Region.
Von
Heinz Vollmar
Grenzach Wyhlen
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Die Referenten (v.l.): Klaus Müller, Manuel Schöb (beide Naturenergie), Tobias Benz (Bürgermeister), Silke d`Aubert (Wirtschaftsförderin), Hagen Pfundner (Roche), Joachim Schlageter (Handwerker und Gewerbeverein), Marc Mattes (Roche) und Tuncay Kay (Firma Surfence)

Heinz Vollmar

Die Gemeinde Grenzach-Wyhlen will auch künftig eine wichtige Rolle im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung der grenzüberschreitenden Region im Dreiländereck spielen. Vor diesem Hintergrund muss auch dem Wirtschaftstreff Grenzach-Wyhlen, der am Mittwoch unter dem Motto „Ein kurzer Blick zurück – jetzt geht es leistungsstark in die Zukunft“ im Fritz-Gebäude der Roche Holding GmbH stattfand, eine entsprechende Bedeutung beigemessen werden.

Organisiert wurde der Wirtschaftstreff von der Wirtschaftsförderung der Gemeinde unter der Leitung von Silke d’Aubert. Sie moderierte das Treffen, an dem auch in diesem Jahr Vertreter von Handwerk und Gewerbe, Mittelstand sowie der ortsansässigen Industriebetriebe teilnahmen, um ihre Netzwerke zu festigen und neue Standortentwicklungen zu bewerten.

Bürgermeister Tobias Benz sagte zu Beginn der Veranstaltung, dass man den Wirtschaftstreff ganz bewusst in das 50-jährige Jubiläumsjahr der Gemeinde Grenzach-Wyhlen eingebunden habe. Das Treffen sei mithin eine weitere Gelegenheit, um Menschen zusammenzubringen.

Gemeinde hat Millionen investiert

Gleichzeitig versprach er, dafür zu sorgen, dass sich auch künftig Industrien, Handwerk und Gewerbe in der Doppelgemeinde ansiedeln können. Beispielhaft nannte er die Entwicklungen im Rheinvorland-West, im Gebiet Solvay und im Fallberg-Nord. Darüber hinaus ging er in einem kurzen Rückblick auf die Millioneninvestitionen der Gemeinde in den zurückliegenden Jahren für Schulen, Kitas und die entsprechende Infrastruktur ein, um den Standort Grenzach-Wyhlen auch in Zukunft für Industrie- und Gewerbeansiedlungen attraktiv zu machen. Die Planungen und die bauliche Entwicklung in den Neuen Mitten in Grenzach und Wyhlen zählte der Bürgermeister ausdrücklich hinzu.

Einen Einblick in das heimische Handwerk gewährte der Vorsitzende des Handwerker-und Gewerbevereins, Joachim Schlageter. Er ging auch auf die große Bedeutung der ortsansässigen Industrieunternehmen für die heimischen Handwerksbetriebe ein und bat die großen Unternehmen, auch weiterhin in der Doppelgemeinde zu investieren.

Nachhaltige Standortentwicklung

Über die Standortentwicklung der Roche Grenzach referierte Marc Mattes, Head of Site Management & Procurement. Er stellte nicht nur das umfangreiche Portfolio der Roche vor, sondern legte auch einen Schwerpunkt auf eine ökologisch nachhaltige Standortentwicklung, so auch vor dem Hintergrund einer nunmehr abgeschlossenen Sanierung der Kesslergrube. Einen Überblick über die Entwicklung im Naturenergie- Campus in Wyhlen gewährten der Gemeinde die Projektleiter Manuel Schöb und Klaus Müller, Mitglied der Naturenergie-Geschäftsleitung.

Sie skizzierten die 130-jährige Unternehmensgeschichte und unterstrichen die Energiekompetenz ihres Unternehmens über die gesamte Wertschöpfung hinweg. Den Standort Wyhlen bezeichneten sie als „Sandbox“ der Energiewende.

Naturenergie-Campus als Ort der Begegnung

Der Naturenergie-Campus werde künftig auch ein Ort der Begegnung und des Austauschs für alle Akteure, die es braucht, um die grüne Energietransformation zu schaffen – Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, so die Vertreter von Naturenergie.

Unter dem Stichwort „New in town“ präsentierte sich das Unternehmen „Surfence“ mit seinem Geschäftsführer Tuncay Kaya. Das Unternehmen ist derzeit mit drei Mitarbeitern im ehemaligen Broetje-Areal untergebracht, und ist spezialisiert auf Sicherheitsausrüstungen für Menschen und Maschinen wie Zäune, Türen, Rolltore, Unter- und Seitenschutzvorrichtungen für die allgemeine Industrie, die Automobilindustrie und die Luftfahrt und produziert derzeit im türkischen Bursa.

Fertigung in Deutschland geplant

So auch die Firma MGG, die ebenfalls im türkischen Bursa Förderanlagen unter anderem für die Automobilindustrie fertigt und die ebenfalls von Tuncay Kaya vorgestellt wurde. Er sagte, dass man mittelfristig auch in Deutschland fertigen wolle und bezeichnete den Standort Grenzach als perfekten Ort, um sich auch in der Schweiz und in Frankreich als Unternehmen etablieren zu können. Mit einem gemeinsamen Apéro endete der Wirtschaftstreff, der auch in diesem Jahr einen wichtigen Beitrag für die wirtschaftliche Entwicklung in der gesamten Region leistete.