Energieversorger im Kreis Lörrach: Naturenergie macht rund zehn Prozent weniger Halbjahresgewinn

Die Naturenergie-Kraftwerke lieferten weniger Strom (Symbolbild).
NaturenergieBelastet wurde das Ergebnis insbesondere durch Bewertungsanpassungen bei der Personalvorsorge – wie bereits angekündigt wurde.
Der Betriebsertrag nahm im ersten Semester um 6,7 Prozent auf 810,2 Millionen Euro ab, wie die an der Schweizer Börse SIX kotierte deutsch-schweizerische Gesellschaft am Montag mitteilte. Begründet wird dies mit einer deutlich schlechteren Wasserführung am Hochrhein.
Hinzu kamen Produktionsausfälle der Wasserkraftwerke im Wallis aufgrund von Naturereignissen. Am Hochrhein lag die Produktion fast 18 Prozent unter dem zehnjährigen Mittelwert, im Wallis 5,1 Prozent darunter.
Die Gründe für die Belastung
Der Betriebsgewinn (Ebit) sank um elf Prozent auf 91,4 Millionen – Mitte Juli hatte das Unternehmen bereits einen Wert von rund 91 Millionen vermeldet. Wesentliche Ursache seien die im Vorjahresvergleich tieferen Bewertungseffekte aus der Personalvorsorge in Deutschland: Diese belasteten das Ergebnis laut den Angaben um rund neun Millionen.
Der bereinigte Ebit fiel derweil mit 87,9 Millionen um zwei Prozent zurück. Auf Stufe Reingewinn lag Minus bei 9,5 Prozent auf 70,3 Millionen Euro.
Vorheriger Ausblick bestätigt
Für das Gesamtjahr erwartet die Naturenergie Holding – wie im Februar prognostiziert und bereits vor rund zwei Wochen bestätigt – weiterhin einen Rückgang des operativen EBIT auf rund 160 Millionen. Im Jahr 2024 hatte das Unternehmen noch einen bereinigten Ebit von 210,5 Millionen erzielt.
Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen – etwa durch Genehmigungsprozesse, Ressourcenverfügbarkeit und wirtschaftliche Unsicherheiten – hält das Unternehmen den Angaben zufolge an Bruttoinvestitionen von bis zu 180 Millionen Euro im laufenden Jahr fest.
Im Fokus stünden dabei der Ausbau erneuerbarer Energien, die Modernisierung der Netze, Wasserstoffprojekte sowie Maßnahmen zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. 74 Millionen brutto wurden bereits im ersten Semester investiert.