Ehrenamt in Rheinfelden
: Das BürgerMobil nimmt Fahrt auf

Der Verein ist gegründet, die Satzung beschlossen, der Vorstand gewählt: Das BürgerMobil Rheinfelden nimmt nach monatelanger Vorbereitung nun offiziell Fahrt auf.
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(red/pm)
Rheinfelden
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das Vorstandsteam mit dem BürgerMobil (von links): Susanne Bürk-Drost, Ansgar Drost, Benno Carmelini, Dietmar Schweiger, Sabine Kostevc, Wolfgang Woest, Reinhard Schöning und Regina Rüttnauer

tsr.fotografie

Mit großem Zuspruch ist am Wochenende der Verein „BürgerMobil Rheinfelden e.V.“ gegründet worden. Rund 60 Bürger kamen bei hochsommerlichen Temperaturen zur Gründungsversammlung im Campus Rheinfelden und bestätigten dem Team den Bedarf und den Rückhalt, den die Initiative bereits in der Bevölkerung genießt. Nichtsdestotrotz sucht die Initiative noch weitere freiwillige Helfer, die nach den Sommerferien im Projekt mit einsteigen wollen.

Bürger fahren für ihre Mitmenschen

Der ehrenamtliche Fahrdienst will künftig dort einspringen, wo der öffentliche Nahverkehr in und um Rheinfelden Lücken lässt: Er bringt ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen von Haustür zu Haustür, zu Arztterminen, zum Einkaufen, zu Seniorentreffs oder kulturellen Veranstaltungen. Das Angebot ist gemeinnützig, kostenlos und funktioniert auf Spendenbasis.

„Ob als Fahrer, in der Organisation oder als Fördermitglied: jeder Beitrag zählt“, betonte Benno Carmelini, Sprecher des BürgerMobils. „Wir suchen Menschen, die Zeit und Lust haben, sich für mehr Miteinander in Rheinfelden einzusetzen, flexibel und nach ihren persönlichen Möglichkeiten.“

Gesucht werden vor allem Fahrer für kurze Strecken rund ums Stadtgebiet und die Ortsteile, aber auch Menschen, die Fahrtanfragen telefonisch koordinieren oder im Hintergrund organisatorisch mithelfen. Die Einsätze sollen jeweils auf wenige Stunden begrenzt sein, zeitlich flexibel und werden monatlich im Voraus geplant. Man kann sich stundenweise gelegentlich oder regelmäßig einbringen.

Meilenstein nach langer Vorarbeit

Besonders bewegt zeigte sich Eveline Klein, Ortsvorsteherin von Minseln, die seit fast zehn Jahren für bessere Mobilität in den Ortsteilen eintritt: „Die Gründung des BürgerMobils ist ein Meilenstein für Mobilität und Teilhabe in Rheinfelden. Ich freue mich für alle, die durch diesen Fahrdienst ihren Alltag leichter gestalten können.“

Seit September 2025 arbeitet eine Gruppe von rund 20 Engagierten an der Umsetzung. Als Vorbild dient unter anderem der „Linzgau Shuttle“ am Bodensee. Die Stadt Rheinfelden unterstützt das Projekt mit einer Anschubfinanzierung; ein privater Spender stellt zudem ein behindertengerechtes Fahrzeug zur Verfügung.

Umfrage bestätigt Lücken im ländlichen Raum

Rheinfelden hat knapp 35.000 Einwohner, davon fast ein Viertel über 65 und zehn Prozent über 75 Jahre. Die sieben eingemeindeten Ortsteile liegen bis zu zwölf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und sind mit dem ÖPNV-Angebot oft schwer erreichbar. Eine Bürgerumfrage 2024 belegte den konkreten Bedarf und eine hohe Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement in der Bürgerschaft.

Fahrstart ist nach den Sommerferien

Der Fahrstart ist für den kommenden Herbst geplant – sobald die Vereinsregistrierung abgeschlossen ist und alle Beteiligten und technischen Systeme bereit sind. Bis dahin baut das Team seine Helfer-Basis aus. Neue Mitglieder, freiwillige Fahrer und organisatorische Unterstützer sind im Verein willkommen.

Kontakt: info@buergermobil-rheinfelden.de

Weitere Informationen im Internet unter: www.buergermobil-rheinfelden.de