Dreiländermuseum Lörrach: Stadtgeschichte anhand von zehn Objekten erleben

Ansicht der Stadt Lörrach von der Südseite, um 1825, Aquatintaradierung von Christian Meichelt nach einer Zeichnung von Heinrich Meichelt. Sammlung Dreiländermuseum GrLLö 74
Dreiländermuseum/Thomas DixWie lässt sich die Geschichte einer Stadt anschaulich erzählen? Das Dreiländermuseum, Basler Straße 143, lädt für Sonntag, 7. Juni, um 16 Uhr zur „Spätschicht im Museum“ ein. Unter dem Titel „Lörracher Stadtgeschichte(n)“ führt Museumspädagogin Silke Schwarz durch die Dauerausstellung und zeichnet die Entwicklung Lörrachs anhand von zehn ausgewählten Objekten nach. Die Exponate erzählen von mehr als 20 000 Jahren Stadt- und Regionalgeschichte – von der Steinzeit bis zur Industrialisierung, heißt es in der Ankündigung des Dreiländermuseums.
Die Führung zeigt, wie einzelne Fundstücke, Kunstwerke und Alltagsgegenstände zu Zeugen ihrer Zeit werden. Den Auftakt bildet ein Mammutfund aus Lörrach, der Einblicke in die Lebenswelt der Steinzeit gibt. Weitere Stationen führen zur römischen Villa Rustica von Brombach, ins Frühmittelalter sowie zur Burg Rötteln, die über Jahrhunderte das politische und gesellschaftliche Leben der Region prägte. Ein Schwerpunkt liegt auf dem tiefgreifenden Wandel des 19. Jahrhunderts. Historische Objekte dokumentieren den Übergang von Handwerk und Landwirtschaft zur Industriegesellschaft.
Panoramafotografie zeigt Lörrach im Jahr 1868
Besonders anschaulich werde diese Entwicklung etwa durch eine eindrucksvolle Panoramafotografie von Tschira aus dem Jahr 1868, das Lörrach in einer Phase des Umbruchs zeigt. Weitere Exponate veranschaulichen den Ausbau der Eisenbahn, das Bevölkerungswachstum und die zunehmende wirtschaftliche Vernetzung der Stadt. Auch die Industriegeschichte Lörrachs mit Unternehmen wie der KBC und der Marke Milka wird dabei thematisiert.
Die Führung mache deutlich, wie eng die Geschichte Lörrachs mit den großen gesellschaftlichen Entwicklungen Europas verbunden ist. Die zehn ausgewählten Objekte eröffnen einen lebendigen Zugang zur Vergangenheit und zeigen, dass Geschichte weit mehr ist als eine Abfolge von Jahreszahlen.
Nach der Führung ist Gelegenheit zum Austausch
Im Anschluss an den Rundgang lädt die „Spätschicht im Museum“ zum gemeinsamen Ausklang ein. Bei einem Glas Wein, Saft oder Sprudel können die Teilnehmer mit der Referentin ins Gespräch kommen, Fragen stellen und das Gesehene in entspannter Atmosphäre vertiefen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt kostet zehn Euro.