Doppelhaushalt 26/27 verabschiedet: Haushaltslage im Kreis Lörrach bleibt angespannt

Im großen Sitzungssaal des Landratsamts Lörrach gingen die Kreisräte am Mittwoch über die Bücher.
Alexandra GünzelDer Lörracher Kreistag hat in seiner Sitzung am Mittwoch seinen ersten Doppelhaushalt verabschiedet. Die Finanzplanung für die Jahre 2026 und 2027 ist geprägt von einer angespannten Haushaltslage. In die schwierigen Beratungen platzte vergangene Woche im Kreisverwaltungsausschuss dann auch noch die Nachricht hinein, dass der Landkreis beim Soziallastenausgleich deutlich Federn lassen muss. Der Vorteil einer positiven Oktobersteuerschätzung wurde dadurch wieder zunichte gemacht. Der Doppelhaushalt 2026/2027 war ohnehin schon so geplant, dass die Rücklagen des Landkreises bis zum Jahr 2028 aufgebraucht sein werden. Nun stand auf einmal eine Hypothek im Raum. Dennoch haben sich fast alle Fraktionen im Kreistag darauf geeinigt, den Hebesatz für die Kreisumlage im Haushaltsjahr 2027 nicht – wie bisher geplant – um einen ganzen, sondern nur um einen halben Prozentpunkt auf 38,5 zu erhöhen. Für das Haushaltsjahr 2026 bleibt der Hebesatz wie im Vorjahr bei ohnehin schon hohen 38 Prozent. Die Fraktionen begründeten diesen Schritt in ihren Haushaltsreden mit der allzu hohen Belastung für die Kommunen. Die Hoffnung auf eine anziehende Konjunktur, die Möglichkeit, notfalls mit einem Nachtragshaushalt nachzubessern sowie die Erfahrung, dass ein Haushaltsplan größeren Schwankungen unterworfen ist, waren ausschlaggebend für diese Entscheidung.