DiGa-Gartenmesse Weil am Rhein
: Veranstalter zieht durchwachsene Bilanz

Die erste DiGa-Gartenmesse in Weil am Rhein war kein Publikumshit. „Wir brauchen mehr regionale Aussteller“, sagt Messechef Dieter Maier.
Von
Beatrice Ehrlich
Weil Am Rhein
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Der Standaufbau gestaltete sich herausfordernd, wie viel letztlich umgesetzt wurde, steht noch nicht fest. Erst dann wird sich weisen, ob es eine weitere Ausgabe der Messe in Weil am Rhein gibt.

Elisabeth Schröder

Das schlechte Wetter erschwerte den Ausstellern den Aufbau, die ganz großen Besucherscharen blieben aus. Die Bilanz, die Messechef Dieter Maier nach drei Tagen DiGa – Die Gartenmesse im Weiler Dreiländergarten zieht, ist allenfalls durchwachsen.

Mehrere Aussteller zogen sich kurz vor der Veranstaltung zurück, die Besucherzahlen beliefen sich insgesamt auf knapp 4000. Das ist deutlich weniger als die 6000 bis 7000 Besucher, die Maier vor dem Messebeginn vor Augen hatte.

Der Geschäftsführer der SüMa-Messeveranstaltungs-Gesellschaft, sieht in der geringen Zahl von Ausstellern aus der Region einen Grund für das verhaltene Publikumsinteresse. „Wir brauchen mehr regionale Aussteller“, betont er.

Viele Telefonate im Vorfeld

Warum sich mit wenigen Ausnahmen in Weil und Umgebung ansässige Betriebe nicht für eine Messeteilnahme gewinnen ließen, bleibt ihm zum Teil ein Rätsel.

Im Vorfeld viele Telefonate geführt

Schließlich könnten diese auf einer Messe wie dieser für sich werben. Über 800 Telefonate haben er und sein Team im Vorfeld mit möglichen Betrieben geführt, leider mit nur sehr bescheidenem Ergebnis.

Ein weiterer Grund für den verhaltenen Zulauf könnte die große Zahl anderer Veranstaltungen gewesen sein, die am Wochenende in der Region stattgefunden haben.

Die Menschen tätigen viel weniger Spontankäufe als noch vor wenigen Jahren, stellt Messechef Dieter Maier fest.

Foto: Elisabeth Schröder

Ob die DiGa im nächsten Jahr wieder in den Dreiländergarten kommt, kann er derweil noch nicht mit Sicherheit sagen.

Er geht zwar schon davon aus, dass es im kommenden Jahr einen weiteren Anlauf gibt. Zuerst müsse er aber mit den Händlern Rücksprache halten, ob sich die Gartenmesse für sie gelohnt habe. Regionalen Ausstellern – also solchen aus Weil am Rhein und bis zu 20 Kilometer Entfernung – werde er die Standgebühren für 20 Quadratmeter Ausstellungsfläche auf der Gartenmesse erlassen, verspricht er.

Besondere Bedingungen für regionale Aussteller

Wetterpech

Generell gelte: Er werfe die Flinte nicht so schnell ins Korn. Auf ein schlechtes Jahr folge erfahrungsgemäß oft ein gutes, weiß er aus 43 Jahren Messeveranstalter-Erfahrung zu berichten.

Unstetes Wetter macht den Ausstellern zu schaffen

Ein weiterer Faktor, der das DiGa-Wochenende in Weil am Rhein zur Herausforderung gemacht habe, sei das unstete Wetter gewesen, sagt Maier. Durch einen Starkregen am Donnerstag sei eine Wiesenfläche auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände unter Wasser gestanden, auf der mehrere Aussteller stehen sollten.

Für diese, wenn sie nicht gleich ganz weg blieben, musste er neue Standplätze suchen. Daher habe es für die Besucher auch keinen Standplan gegeben, bedauert er. Bei der nächsten Ausgabe will er die Ausstellungsfläche erweitern und so planen, dass alle Händler im Trockenen stehen. Platz genug biete das ehemalige Landesgartenschaugelände ja, hält er fest. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Weil am Rhein und weiteren lokalen Akteuren wie etwa dem Laguna Spaß- und Freizeitbad, das auf der Messe für sich geworben und Freikarten verteilt habe, lobt er.

Schlechte Wirtschaftslage macht sich bemerkbar

Nicht zuletzt mache sich auch die allgemeine wirtschaftliche Lage bemerkbar. Die Menschen hielten sich mit größeren Anschaffungen zurück, Spontankäufe im kostspieligeren Segment würden kaum noch gemacht. Dies würden andere Messeveranstalter bestätigen, mit denen er sich regelmäßig austausche. Ein Rückgang der Umsätze von rund 25 Prozent lasse sich allenthalben beobachten. Und: Als er 2004 mit Gartenmessen begann, habe es deutschlandweit 150 Veranstaltungen dieser Art in Deutschland gegeben, heute seien es um die 2000.