Bus von Lörrach zum EuroAirport: Grenzüberschreitende Buslinie

Die Linie 220 mit dem Namen „FREUND“ transportiert seit einem Jahr Fahrgäste zwischen Lörrach und dem EuroAirport – und wird von den Fahrgästen sehr gut angenommen.
Tanya Schließer NamDie grenzüberschreitende Regiobuslinie 220 „FREUND“ zwischen Lörrach und dem EuroAirport wird außerordentlich gut angenommen, wie die erste Jahresbilanz zeigt. Die erste vollständige Fahrgasterhebung macht deutlich, dass die Nachfrage weit über den ursprünglichen Erwartungen liegt. Auf Basis dieser Ergebnisse streben die Projektpartner eine Fortführung der Linie über den laufenden Pilotzeitraum hinaus an. Dieser endet im Dezember 2027.
Im ersten Betriebsjahr, seit dem 15. Dezember 2024 bis heute, nutzten rund 145.000 Fahrgäste das Angebot. Dies entspricht durchschnittlich 395 Fahrgästen pro Tag. Die Erwartung von etwa 100.000 Fahrgästen pro Jahr wurde damit deutlich übertroffen. Die Erhebung wurde im Frühjahr und Sommer durchgeführt und erfolgte analog zu vergleichbaren Regiobuslinien.
„Mit den Ergebnissen der Fahrgasterhebung bestätigt sich die Regiobuslinie 220 FREUND als leistungsfähiges und stark nachgefragtes Angebot der grenzüberschreitenden Mobilität am südlichen Oberrhein. Ziel der beteiligten Partner ist es, das erfolgreiche Angebot dauerhaft zu sichern und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln“, unterstreicht Landrätin Marion Dammann.
Die Auswertung zeigt stabile Fahrgastbewegungen. Ein erheblicher Anteil entfällt auf sogenannte Binnenverkehre, insbesondere zwischen Haltingen beziehungsweise Binzen und Lörrach sowie zwischen dem Raum Huningue/Saint-Louis und dem EuroAirport. Darüber hinaus nutzt auch ein relevanter Anteil klassischer Flugreisender die Verbindung.
Vorbereitungen für die Fortführung der Regiobuslinie
Vor dem Hintergrund der positiven Entwicklung beginnen nun die Vorbereitungen für einen möglichen Weiterbetrieb der Regiobuslinie 220 FREUND. In einer Vorbereitungsphase sind bis Mitte 2026 Gespräche mit den französischen Partnern vorgesehen. Parallel dazu erfolgt eine Überprüfung und Weiterentwicklung der betrieblichen Konzeption, insbesondere der Linienführung und des Fahrplans. Zudem werden die Grundlagen für einen Regiobus-Folgeantrag sowie eine tragfähige Finanzierung erarbeitet. Für Anfang 2027 ist eine mögliche Beschlussfassung im Kreistag vorgesehen, um zum Fahrplanwechsel 2027 die Linie fortzuführen.