Burghof Lörrach stellt neues Programm vor
: Diese Künstler und Veranstaltungen kommen 2026/27

Der Burghof hat sein neues Programm mit mehr als 80 Veranstaltungen präsentiert. Timo Sadovnik und Nadja Stocker zeigten die Highlights bei einer Veranstaltung für den Kunst- und Kulturförderkreis.
Von
Jan Boller
Lörrach
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Burghof

Ab Samstag, 4. Juli, liegt das neue Programm im Burghof Lörrach aus.

Jan Boller
  • Burghof Lörrach präsentiert neues Programm mit mehr als 80 Veranstaltungen.
  • Ab Samstag, 4. Juli, liegt das Programm im Haus aus – Videoeinspielungen zeigten Highlights.
  • Musik von Jazz bis Klassik, u. a. Eva Klesse, Miss Allie, Ibrahim Maalouf und Zurich Chamber Singers.
  • Lörracher Klassiktage geplant: Eröffnung mit Sheku Kanneh-Mason und Benjamin Grosvenor.
  • Tanz, Kabarett, Show und Literatur dabei, etwa KOMOCO, Comedy Flex, Bodo Wartke und Ulrike Herrmann.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Für erwartungsvoll-festliche Stimmung sorgten Blumenschmuck, Getränke und ein kleines Büffet. „Es wird jedes Jahr immer besser“, lobte André Marker, Vorsitzender des KKF, eines der Hauptsponsoren der Kulturarbeit im Burghof. Neu war auch die musikalische Begleitung des Abends mit der Cellistin Ana Helena Surgik und dem Kontrabassisten Bernd Schöpflin beides Mitglieder im renommierten, in der Region ansässigen Streichquartett „Quelle SURprise“. Die kurzen Video-Einspielungen einiger Programmpunkte machten Lust auf mehr. Musik, Kabarett, Tanz, Show, Theater und Literatur decken eine breite Palette künstlerischer Genres ab, wobei erfrischende Crossover-Formate viele funkelnde Akzente setzen.

Musik: Gleich zum Saisonbeginn am 1.Oktober tritt die Schlagzeugerin Eva Klesse mit ihrem Quartett auf, am 23. zeigt Miss Allie auf ihrer „Paradiesvogel-Tour“ was es mit „modernem liedermaching“ auf sich hat. Ibrahim Maalouf lotet mit einer Trompete mit vier Ventilen orientalische Klangskalen und Zwischentöne aus und schlägt musikalische Brücken vom Orient zum Okzident (11.11.). Einmal Punk-Pop und zurück geht die Fahrt mit Fortuna Ehrenfeld und Ohrwürmern, Irrlichtern und tanzbarer Melancholie (22.11.).

Wem es „ein bissl zu viel Weihnachtsmusik“ wird, kann sich in der weihnachtlichen Schlagertherapie „Leise berieselt der Schnee“ bei Thomas Gansch behandeln lassen (2.12.). Die Zurich Chamber Singers, einer der Top-Ten-Kammerchöre in Europa zelebrieren die französische Weihnacht mit Werken von Poulenc, Messiaen und anderen (4.12.). Der Pianist Giorgi Gigashvili tritt zusammen mit dem Geiger Guido Sant’Anna auf, beide stehen laut Sadovnik am Anfang einer großen Karriere (28.1.).

Der international gefeierte Cellist Sheku Kanneh-Mason gestaltet das Eröffnungskonzert.

Der international gefeierte Cellist Sheku Kanneh-Mason gestaltet das Eröffnungskonzert.

Ollie Ali

Eine neue Generation des Swiss-Pop verkörpert Giulia Dabalà in einer gewaltigen Show mit Dark Pop und wuchtigen Beats. Die Klassik hat einen Platz als kleines facettenreiches Festival „Lörracher Klassiktage“ (14. bis 18. 4.). Das neue Format an aufeinander folgenden Tagen biete sich an, alle Veranstaltungen zu besuchen, empfahl Sadovnik. Das Eröffnungskonzert gestalten der international gefeierte Cellist Sheku Kanneh-Mason und der Pianist Benjamin Grosvenor.

Tanz: Sechs Tanzkompanien bereichern das Saisonprogramm mit bildgewaltigen, hochspannenden Choreografien. Wieder da ist Sofia Nappi mit ihrer Gruppe „KOMOCO“, die 2023/24 als Artist in Residence im Burghof zu Gast war (7.10.). „Arcis_collective“ setzen sich mit den Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf die Gesellschaft auseinander (22.1.), die Gauthier Dance Juniors werben mit dem packenden Programm „Radical Classical“ um Nachwuchs im Genre Ballett (18.2.).

Stimmen

Wieder da ist Sofia Nappi mit ihrer Gruppe „KOMOCO“.

Giulia Lenzi

Kabarett: Nadja Stocker hatte für das Publikum einige Punkte aus dem durch und durch hochkarätigen Kabarettprogramm zusammengestellt. Das neue Format Comedy Flex aus bekannten Charakteren und Newcomern gibt es in der Saison dreimal (16.10., 19.2., 9.4.), wobei pro Abend fünf Figuren auftreten. Mit Matilde Keizer erfährt man, wie es ist, „Lasagne im Bett“ zu genießen (19.11.), Helmfried von Lüttichau hat die Theater- mit der Kabarettbühne getauscht, erzählt vom Leben, Lieben und Altern gewürzt mit eigener Musik und Prosa (13.1.). Persöniche Kommentare zum Zustand der Nation, garniert mit schwarzem Humor hört man von Christian Ehring in seinem Programm „Versöhnung“ (23.1.). Der „menschgewordene Overhead-Projektor „Herr Schröder“ liefert eine brillante Doppelstunde in einer Schule, die sich ihm als Gruppenpuzzle in tausend Teilen in den Weg stellt (13.2.). Gleich zweimal ist der aus Lörrach stammende Berliner Florian Schroeder zu Gast: am 21.12. mit „Schluss jetzt“ und am 9.5. mit „Endlich glücklich“.

Show, Theater, Literatur: Auch in diesem Bereich gibt es tolle Entdeckungen. Bodo Wartke präsentiert an zwei ausfeinanderfolgenden Abenden die Geschichte von Ödipus und Antigone in Reimen (8. und 9. 10.), die Autorin und taz-Journalistin Ulrike Herrmann schärft mit ihrem Beitrag „Geld als Waffe“ zum gesellschaftspolitischen Diskurs den Kompass. Diese Veranstaltung zeige, dass das Burghopf-Programm nicht nur auf künstlerische Exzellenz, sondern auch auf gesellschaftlichen Diskurs setze, sagte Sadovnik. Mit „Irmgard Knef“, der hundertjährigen Schwester von Hildegard (29.10.) und einer mitreißenden Hommage an die Kultband Led Zeppelin lassen „Letz Zep“ legendäre Rockgeschichte lebendig werden (18.11.)