Bürgermeisterwahl in Bad Bellingen: Bei der Kandidaten-Vorstellung können Bürger Fragen stellen

Die Bad Bellinger Bürger wählen am 25. Januar 2026 ihren Bürgermeister.
Claudia BötschSeit rund einem Monat läuft die Bewerbungsfrist für die Bad Bellinger Bürgermeisterwahl, die am 25. Januar stattfindet.
Bisher, Stand Dienstag, gibt es nach wie vor lediglich einen Kandidaten – Amtsinhaber Carsten Vogelpohl –, wie Hauptamtsleiterin Sandrine Jordan auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte. Vogelpohl, der für eine zweite Amtszeit kandidiert, hatte gleich zu Beginn der Frist seine Unterlagen im Rathaus eingereicht.
Darüber hinaus hatte vor einigen Tagen der Bamlacher Unternehmer Harro Kienzler angekündigt, bei der Wahl antreten zu wollen (wir berichteten). Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 29. Dezember.
Gibt es nach Ende der Bewerbungsfrist mindestens zwei zugelassene Kandidaten, wird es eine öffentliche Bewerbervorstellung geben. Diese findet am 16. Januar, 19 Uhr, im Bad Bellinger Kurhaus statt. Wie der Abend genau ablaufen soll, hat der Gemeinderat nun in seiner jüngsten Sitzung festgelegt.
Zwei Teile
Beschlossen wurde, die Kandidatenvorstellung in zwei Abschnitte einzuteilen. Teilnehmen dürfen an der Veranstaltung alle Bewerber, die vom Gemeindewahlausschuss zugelassen wurden, heißt es in der Verwaltungsvorlage.
Individuelle Vorstellung und Bürger-Fragen
Im ersten Teil stellen sich die Bewerber vor – die Reihenfolge richtet sich nach dem Eingang der Bewerbungen, analog der Reihenfolge auf dem Stimmzettel. Die maximale Redezeit pro Bewerber wurde auf 20 Minuten festgesetzt (gilt bei bis zu vier Bewerbern). Ab fünf Bewerbern wird auf 15 Minuten reduziert.
Im Anschluss kann das Publikum Fragen stellen– „pro Bürger darf maximal eine Frage gestellt werden“, hieß es. Bewerber haben maximal eineinhalb Minuten Zeit für ihre Antworten. Die Fragerunde wurde auf maximal acht Minuten pro Bewerber festgesetzt.
In diesem Zusammenhang wurde auch beschlossen, dass bei der jeweiligen Vorstellung/Fragerunde die anderen Kandidaten den Raum verlassen müssen.
Fragerunde
Im zweiten Teil des Abends sollen alle Bewerber gemeinsam auf der Bühne Platz nehmen und Fragen aus dem Publikum beantworten. Diese gemeinsame Fragerunde wurde auf insgesamt eine halbe Stunde begrenzt. „Hier sollen Fragen an alle Bewerber gestellt werden, die dann auch alle Bewerber beantworten sollen“, heißt es in der Beschlussvorlage. Auch hier besteht eine Begrenzung auf eine Frage pro Bürger. Die Antwortzeit beträgt wieder maximal eineinhalb Minuten.
Kritik am Ablauf
Nicht zufrieden mit dem geplanten Ablauf zeigte sich Gemeinderat Wolfgang Müller (Freie Wähler). Eineinhalb Minuten für eine Antwort fand er „zu knapp bemessen“. Müller: „Ich möchte von einem neuen Kandidaten wissen, was er anzubieten hat.“ Die vorgegebene Zeit sei hierfür nicht ausreichend, argumentierte er und plädierte dafür, „nicht auf die Sekunde genau, sondern ein bisschen moderater vorzugehen“.
Tim Wessel (SPD) pflichtete Müller bei. Er fand es „nicht in Ordnung, dass der Vorschlag nicht aufgenommen und zumindest darüber diskutiert wird“. Müller und Wessel stimmten gegen die vorgelegten Modalitäten. Der Großteil des Gemeinderats sah dies jedoch anders und hielt am Beschlussvorschlag fest.
Morath moderiert
Die Kandidatenvorstellung moderieren wird Monika Morath als erste stellvertretende Bürgermeisterin. Bauamtsleiter Marc Braun, Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses, und Rathausmitarbeiter Niklas Grießhammer werden an dem Abend als „Zeitstopper“ fungieren.