Brunnstube-Hock: Isteiner genießen traditionellen Hock in den Reben

Beliebter Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft: Der Brunnstube-Hock findet bereits seit Jahrzehnten statt.
Anita Indri-WernerAnfang des 20. Jahrhunderts hatte eine Quelle in den Reben über Istein den Ort mit Wasser versorgt. Um 1980 sollte diese Quelle zugeschüttet werden, da sie nicht mehr ergiebig genug war.
Walter De Daniel, der seinerzeit Wassermeister war, wusste dies jedoch zu verhindern. Die Quelle wurde zu einem Brunnen gefasst. Seit dieser Zeit veranstalten die Bewohner jedes Jahr einen Brunnen-Hock – im Gedenken an die Brunnenfassung.
Bänke schnell gefüllt
Organisiert wird der Hock von der Ortsverwaltung. Tische und Bänke, die sich sehr schnell füllten, waren aufgestellt worden. Am Abend leuchteten bunte Lichter rund um das Hockgelände. Ortsvorsteherin Daniela Britsche und die Ortschaftsräte sorgten für das leibliche Wohl der vielen Isteiner, die sich zum Hock eingefunden hatten.
Bis um Mitternacht genossen die Besucher den Sommerabend in den Reben bei bester Stimmung. Und wer wollte, konnte sich an einer Tafel über das Brunnenstübli informieren. Dort war im Gedicht von Mathilde Flury-Lieb, die ein Teil des begehbaren Gedichtsbuches war, zu lesen: „Das Brunneschtübli verzellt euch vu vergangene Zeit“.
„Kleines, aber feines Fest“
Das auf einer Staffelei aufgestellte Gedicht war von Michael Schittenhelm für den Hock zur Verfügung gestellt worden.
„Der Brunnen-Hock ist ein kleines, aber feines Fest, das hauptsächlich von den Menschen aus Istein besucht wird“, sagt Daniela Britsche, die von Tisch zu Tisch ging und sich mit den Menschen unterhielt. Hier treffe man sich, tausche sich aus und lasse es sich mit dem herrlichen Blick auf die Rheinebene gut gehen, meinte die Ortsvorsteherin.
Den ersten „Brunnstubehock“ haben die Isteiner 1986 gefeiert. Seither findet das Fest mit wenigen Unterbrechungen jedes Jahr statt.