Brückensanierung in Istein: Folgeschäden sollen verhindert werden

Die Brücke über den Hodbach am südlichen Ortseingang von Istein wird noch im Oktober diesen Jahres saniert
Herbert FreyNach der Bauwerkshauptuntersuchung im vergangenen Jahr hatte die Brücke über den Hodbach, die gleich am Ortseingang von Istein liegt, die Zustandsnote 2,4 erhalten. „Sie befindet sich also im Verschleißstadium, wir gehen in den Wertverlust hinein“, machte Ulrich Weiß am Montag im Technischen Ausschuss deutlich. Der Bauamtsleiter erklärte damit dass eine Sanierung geboten ist, um substanzielle Folgeschäden zu vermeiden.
Unter anderem wurden eine starke Korrosion an tragenden Teilen, Abplatzungen am Beton und Schäden am Lager festgestellt. An der vermutlich 1956 gebauten Betonbrücke mit unterseitigen Stahlträgern fehlen auch einige Abdichtungen. Die Standfestigkeit des Bauwerkes insgesamt und damit die Verkehrssicherheit seien aber nicht gefährdet, heißt es im Prüfbericht.
Neben der Zustandsnote von 2,4, die kurz vor der Sanierungsschwelle liegt, habe auch die hohe Erschließungsbedeutung, die der Brücke zukomme, dafür gesorgt, dass sie in der Priorisierungsliste ganz nach oben gesetzt worden sei. Auch das dritte Kriterium für einen vorderen Rang auf der Abarbeitungsliste sei erfüllt: Die Nutzung von Synergien. Denn es seien im September am Hodbach ohnehin Ausbaggerungen vorgesehen, um den Querschnitt wieder etwas zu vergrößern. Daran sollen sich im Oktober die Sanierungsarbeiten anschließen.
Für die Sanierung unterbreitete die Firma Orth und Schöpflin aus Lörrach ein Angebot über 99.929 Euro. Die Firma habe schon etliche Brückensanierungen im Gemeindegebiet in hoher Qualität erledigt, erklärte Ulrich Weiß. Insbesondere sei sie in der Lage, alle Auflagen zum Gewässerschutz zu erfüllen. So dürfe beispielsweise das Abstrahlen der Brückenteile nicht zum Eintrag von Fremdstoffen in den Bach führen.
Die Finanzierung der Maßnahme ist gesichert, denn im laufenden Etat stehen für die Unterhaltung von Brücken insgesamt 167 500 Euro bereit.
Während der Arbeiten wolle man mit einer einseitigen Sperrung auskommen, um die Einfahrt in die Vorstadt stets zu gewährleisten. Für die Maßnahme sei – vorausgesetzt, dass nichts Unvorhergesehenes dazwischenkomme - ein Zeitrahmen von drei Wochen angesetzt, so Ulrich Weiß auf Nachfrage von Joachim Wechlin.