Blansinger Konzerte
: Historische Musik und Instrumente vereint

Zur Eröffnung der Reihe der Blansinger Konzerte mit alter Musik spielen drei der vier Organisatoren Werke von Bononcini, Finger oder Händel.
Von
(red/pm)
Efringen Kirchen
Jetzt in der App anhören

Das Ensemble Willa Musica eröffnet die bekannte Reihe der Blansinger Konzerte am 1. Mai.

Irène Passlick

Traditionell eröffnet die Reihe der Blansinger Konzerte mit alter Musik wieder am 1. Mai eröffnet. Zu hören ist dort ein Barock-Konzert des Quartetts „Willa Musica“. Um 17 Uhr spielen mit dem Ehepaar Christian und Barbara Leitherer sowie Tonio Paßlick drei der vier Organisatoren der Konzertreihe, gemeinsam mit dem Organisten und Cembalisten Dieter Lämmlin.

Auf dem Programm stehen Werke von Bononcini, Finger, Händel, Scarlatti und anderen – ein heiteres, abwechslungsreiches Programm zum Mai-Feiertag mit Blockflöten, Chalumeau, Viola da Gamba und Cembalo sowie Orgel. Der Eintritt ist frei, um eine Kollekte wird gebeten. Im Anschluss wird ein Umtrunk angeboten.

Christian Leitherer (Blockflöte, Chalumeau, historische Clarinette) gehört zu den wenigen europäischen Spezialisten für historisches Klarinettenspiel. Er erhielt seine Ausbildung für Klarinette bei Pierre-Andre Taillard an der Schola Cantorum Basiliensis, wo er 1997 sein Diplom erhielt.

Weiterhin erlangte er mit seiner Prüfungsarbeit über die frühe Klarinettengeschichte den Magistertitel für Musikwissenschaft und Geschichte an der Universität Erlangen/ Nürnberg. Sein besonderer Arbeitsschwerpunkt liegt auf dem Repertoire und der Spieltechnik der barocken Clarinetten und dem Chalumeau. Diese unterrichtet er regelmäßig in Kursen und Seminaren.

Christian Leitherer ist Gründer vieler Ensembles wie der Bond’s Bigband und arbeitet in vielen nationalen und internationalen Formationen, mit denen der vielbeachtete Rundfunk, Fernseh- und CD-Produktionen in verschiedenen Ländern vorgelegt hat.

Tonio Paßlick (Blockflöten) spielte als Solist zwischen 1987 und 2019 mit dem Trio und Barockorchester von Musica Antiqua Basel, danach mit dem Quartett Willa Musica. Der langjährige Kulturamtsleiter von Weil am Rhein (1986 – 2021) tritt mit verschiedenen Musikern auch bei Poesie & Musik-Programmen auf wie jüngst mit Tilo Wachter und Martin Kutterer. Der Moderator und Erzähler war auch Gründer zahlreicher Festivals und Konzertreihen.

Historischen Tanz erforscht

Barbara Leitherer (Viola da Gamba) wurde in Bamberg geboren. Ab 1990 studierte sie an der Schola Cantorum Basiliensis Viola da Gamba bei Jordi Savall und Paolo Pandolfo. Neben der Musik widmete sie sich der Erforschung und praktischen Umsetzung des historischen Tanzes.

Nach ihrem Diplom studierte sie von 1996 bis 2000 an der Hochschule für Künste Bremen Barocktanz bei Jürgen Schrape und Viola da Gamba bei Sarah Cunningham. Sie arbeitet als Gambistin in verschiedenen deutschen und schweizerischen Kammermusik-Ensembles sowie als Tänzerin und Choreographin.

Barbara Leitherer hält regelmäßig Seminare für Historischen Tanz ab. Neben ihrer Unterrichtstätigkeit an der Musikschule der SCB ist sie Dozentin für Barocktanz an den Musikhochschule FHNW.

Orgel-Studien an der Musikhochschule Zürich

Dieter Lämmlin (Orgel, Cembalo) wuchs in Rheinfelden auf, wo sein Vater ihn in Klavier- und Orgelspiel unterrichtete. Später folgten Orgel-Studien an der Musikakademie Basel und ein Hochschulstudium an der Musikhochschule Zürich, wo Johann Sonnleitner (Cembalo) und Rudolf Scheidegger (Orgel) seine Lehrer waren. Im Jahr 1997 absolvierte er den Konzertdiplomabschluss mit Auszeichnung.

Er ist Preisträger der internationalen Orgelwettbewerbe „J.S. Bach“ in Luzern und „Gottfried Silbermann“ in Freiberg/Sachsen, Organist der „Eglise francaise“/Basel, Chorleiter und Orgellehrer für den evangelischen Kirchenbezirk Lörrach. Seit 2006 war er Cembalist der „Musica Antiqua Basel“ und danach des Ensembles Willa Musica.