Bauarbeiten in Basel
: Wie der Zoo Basel weiter wachsen will

Rund ein Jahr nach Vorstellung des Masterplans „Zolli 2049“ hat der Zoo Basel die Öffentlichkeit über den aktuellen Projektstand informiert.
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ov
Kreis Lörrach
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Die Umsetzung des Masterplans „Zolli 2049“ startete mit dem Baubeginn des Zoo-Parkhauses sowie der Aufstockung des Betriebsgebäudes. Darüber hinaus sollen neue Tieranlagen entstehen.

zVg/Zoo Basel

Für das kommende Jahr plant der Zolli bereits die nächsten Schritte: An Stelle der heutigen Ursonanlage soll ein neues Tiergehege für die Keas entstehen. Dessen Fertigstellung und Eröffnung ist für 2028 vorgesehen, wie die Verantwortlichen am Mittwoch vor Medienvertretern sagten.

Nach den erforderlichen Baumfällungen entlang der Binningerstraße im November begann am 6. Januar der Bau des Zoo-Parkhauses unter dem Erdbeergraben. Durch die besondere Lage zwischen Gleisfeld und Binningerstraße sei das Bauvorhaben sehr komplex, heißt es weiter. Insbesondere, weil der Verkehr auf Schiene und Straße zu jeder Zeit sichergestellt sein müsse.

Ab April beginnt der Rohbau ders Parkhauses. Dieser dürfte im Sommer 2027 fertig sein. Vollendung und Inbetriebnahme sind für Ende 2027 geplant.

Permanente Überwachung

Um den Bahnbetrieb nicht zu gefährden, wird das Gleisfeld der SBB laut Zoo rund um die Uhr überwacht. Drei Messstationen sowie 450 Messprismen auf Gleisschwellen, Stützmauern, Brückenwiderlagern und Fahrleitungsmasten seien dafür im Einsatz.

Update Verwaltungsneubau

Der Baustart am Verwaltungsneubau oberhalb des bestehenden Betriebsgebäudes erfolgte im Herbst 2024. Das Gebäude an der Oberwilerstraße 131 wird um drei Etagen aus Holz aufgestockt. Derzeit befindet sich der Rohbau im Hochbau. Die Fertigstellung ist Ende 2026 vorgesehen.

Neue Tieranlagen

Ab 2026 plant der Zoo im Rahmen seines Masterplans die Umsetzung der ersten neuen Tieranlage: Die Keas sollen in unmittelbarer Nähe des Haupteingangs ein zeitgemäßes, tiergerechtes Zuhause erhalten.

Die großzügige Voliere soll die Ursonanlage ersetzen und die charismatischen Papageien als Teil der Themenanlage Australis prominent inszenieren. Den Gästen wird sie ermöglichen, die Vögel aus verschiedenen Perspektiven zu beobachten und ihre besonderen Fähigkeiten aus nächster Nähe zu erleben. Die Vorplanungen sind bereits gestartet. Derzeit konzentriert sich der Zolli jedoch auf die Mittelbeschaffung für das Projekt. Denn, nach bewährter Praxis, setzt der Zoo Basel alle Um- und Ausbauvorhaben erst um, wenn deren Finanzierung gesichert ist.

Zoo mehrfach gewachsen

Seit 1874 ist die ursprüngliche Fläche des Zoo Basel mehrfach gewachsen: 1884, zehn Jahre nach seiner Eröffnung, wurde er erstmals um die „Festmatte“ (heutige Flamingo-Anlage) erweitert. 1930 folgte die Vergrößerung in Richtung Birsigviadukt, inklusive vorverlegten Eingangs. 1939 kam das Grundstück „Sautergarten“ hinzu.

Und 1961 schließlich konnte der Zolli die Fläche entlang von Birsig/Binningerstraße (Nachtigallenwäldeli) in sein Areal mitaufnehmen. In den kommenden 25 Jahren plant der Zolli ein weiteres Wachstum. Als Innerstadtzoo ist er von Gebäuden und Infrastrukturanlagen umgeben.

Der Zoo-Parkplatz im Norden und die Schutzmatte im Süden sind derzeit die einzigen freien Flächen, die den Zoo Basel umgeben. Bis 2049 will der Zolli beide Parzellen in sein Areal integrieren.

Auf den neuen Flächen sollen attraktive Tieranlagen entstehen, die das Besuchererlebnis erhöhen und noch bessere Rahmenbedingungen für den Schutz und Erhalt der Artenvielfalt schaffen. Im Jahr 2022 wurde eine Testplanung gestartet, um zu evaluieren, wie die Ausgestaltung der beiden zusätzlichen Flächen aussehen könnte.

Weitere Infos finden Interessierte im Internet unter www.zoobasel.ch.