Ausweiskontrollen und Security
: Warum das Freibad Müllheim jetzt seine Regeln verschärft

Die Stadt Müllheim führt zum Schutz der Badegäste ab sofort Einlasskontrollen durch. Hintergrund ist eine Reihe von Polizeieinsätzen.
Von
Jan Boller
Müllheim
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Im Müllheimer Freibad gibt es Ausweiskontrollen.

Im Müllheimer Freibad gibt es Ausweiskontrollen.

Claudia Bötsch
  • Müllheim verschärft Regeln im Freibad: Einlasskontrollen und mehr Security ab sofort.
  • Ausweise und Taschen werden kontrolliert, die Dauer hängt von der weiteren Entwicklung ab.
  • Anlass sind Sicherheitsprobleme wie Diebstähle, Belästigungen und Verstöße gegen Verbote.
  • Polizei meldet seit der Eröffnung am 13. Mai zwölf Einsätze, meist Regelverstöße und Streit.
  • Badeordnung gilt strikt, u. a. Verbot von Alkohol, Musikinstrumenten und Essen im Badebereich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es ist eine Entwicklung, die vor allem in den sozialen Medien für viel Aufregung sorgt. Im Freibad Müllheim gibt es ab sofort Einlasskontrollen – und auch die Security wird aufgestockt.

Bei den Einlasskontrollen kann laut einer Mitteilung der Müllheimer Stadtverwaltung der Ausweis verlangt werden. Außerdem werden Taschen kontrolliert. Nach Angaben der Stadt ist die Maßnahme eine Reaktion auf zunehmende Sicherheitsprobleme im Freibad. Sie verweist auf eine Reihe von Regelverstößen und Konflikten. Wie lange die Kontrollen bleiben, hängt laut Mitteilung von der weiteren Entwicklung ab.

Als Grund werden unterschiedliche Vorfälle „wie Diebstähle, Belästigungen, das Ignorieren von Anweisungen des Personals, das Fotografieren anderer Personen, Verstöße gegen das Drogenverbot sowie sexuelle Handlungen“ genannt. Vor allem an heißen Tagen sei dadurch das „subjektive Sicherheitsempfinden einiger Gäste beeinträchtigt“, so die Stadtverwaltung.

Verweis auf Badeordnung

Michael Schnorr, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Freiburg, bestätigte auf eine Anfrage unserer Zeitung: „In letzter Zeit kam es vermehrt zu polizeilichen Einsätzen im Freizeit- und Familienbad Müllheim. Hierbei handelte es sich überwiegend um Streitigkeiten und die Bewältigung von Konfliktsituationen.“ Insgesamt habe es seit der Eröffnung am 13. Mai zwölf Einsätze gegeben. Die Zahl der Einsätze befindet sich damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Dabei habe es sich „überwiegend um Verstöße gegen die Baderegeln und die Hausordnung“ gehandelt.

Darüber hinaus sei es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen drei Gruppen, einer Streitigkeit im Straßenverkehr auf dem Parkplatz sowie zu zwei Diebstählen im beziehungsweise vor dem Schwimmbad gekommen.

Auch die Stadtverwaltung verweist auf die Badeordnung und führt einzelne Regelungen näher aus. Dazu gehören das Verbot von Musikinstrumenten sowie das Verbot, Speisen, Getränke und Kaugummis in den Badebereich mitzunehmen. Zudem gilt ein Alkoholverbot.

Auch die „Beeinträchtigung des subjektives Sicherheitsempfindens“ bei heißem Wetter kann die Polizei erklären: „Bei gutem Wetter ist die Zahl der Besucher höher, wodurch auch das Streit- und Aggressionspotenzial sowie die damit verbundenen, möglichen Einsatzzahlen der Polizei steigt.“