Ausstellung in Lörrach: Ausstellung „Leben!“ im Dreiländermuseum endet

Manfred Weil, Wolken am Kai (2000)
zVg/S. WeilMit einer Finissage endet am Sonntag, 1. März, die Ausstellung „Manfred Weil: Leben!“ im Dreiländermuseum, Basler Straße 143.
Rundgang, Gespräch und Lesung
Ab 11.30 Uhr laden Museumsleiter Jan Merk und Schulamith Weil, Tochter des Künstlers, zu einem Rundgang und Gespräch durch die Ausstellung ein. Im Anschluss sind die Besucher zu einem Apéro eingeladen. Ab 13 Uhr liest Schulamith Weil aus dem Buch über Manfred Weils Überlebensgeschichte „Manfred Weil – Sein oder Nichtsein“ von Mechthild Kalthoff.
Die einzelnen Programmpunkte der Finissage können auch unabhängig voneinander besucht werden. Die Ausstellung ist Teil eines gemeinsamen Kultur- und Erinnerungsprojekts des Dreiländermuseums und des benachbarten Burghofs zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Im Mittelpunkt stehen Leben und Werk des jüdischen Künstlers Manfred Weil (1920 bis 2005), dessen Familie aus Breisach und Eichstetten stammte.
Trotz Verfolgung bejahte Manfred Weil das Leben
Gezeigt wird eine Auswahl aus seinem umfangreichen malerischen und grafischen Werk, das von politischen Karikaturen und biblischen Motiven bis zu Porträts, Stillleben und Landschaften reicht. Dieses ist trotz Verfolgung, Flucht und Internierung von einer ausgeprägten Lebensbejahung geprägt.
Schulamith Weil, die die Ausstellung konzipiert hat und den künstlerischen Nachlass ihres Vaters betreut, wird am letzten Ausstellungstag bei einem Ausstellungsrundgang und einer Lesung aus seinen Lebenserinnerungen nochmals Einblicke in Leben und Werk Manfred Weils geben und für Gespräche zur Verfügung stehen.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Die Ausstellung „Manfred Weil: Leben!“ ist noch bis 1. März zu sehen.