Altersvorsorge und Rente: Schweizer wollen mehr Flexibilität

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Schwarzwälder BoteSchweizerinnen und Schweizer sind in der Altersvorsorge (AHV) für die Umsetzung neuer Lösungsansätze bereit. Eine Mehrheit bevorzugt etwa ein flexibles Rentenalter sowie eine stärkere Kapitaldeckung in der AHV, wie eine am Dienstag publizierte Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte Schweiz zeigt.
Wunsch nach mehr Spielraum wird laut
„Zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung wollen selbst entscheiden, wann der passende Zeitpunkt für den Eintritt ins Rentenalter gekommen ist“, heißt es in der Medienmitteilung zur Umfrage weiter. Die bisher in der Politik diskutierten Lösungsvorschläge wie etwa höhere Lohnabgaben oder eine Erhöhung der Mehrwertsteuer hätten dagegen in der Bevölkerung wenig Rückhalt.
Schweizer sprechen sich gegen Kürzung aus
Auch die Vorschläge zu Rentenkürzungen oder zu einer generellen Erhöhung des Rentenalters seien klar abgelehnt worden, schrieb Deloitte Schweiz weiter. Die Resultate stammen aus der im Februar im Rahmen der Studienreihe „Alternde Schweiz“ bei rund 1000 Schweizerinnen und Schweizer online durchgeführten Umfrage. Mit der Flexibilisierung des Rentenalters können die Menschen abhängig von Gesundheit, finanzieller Lage und individueller Lebensplanung selbst bestimmen, wann sie Rente beziehen wollen. „Die Menschen denken langfristiger als die Politik. Sie wollen Freiraum statt starrer Altersgrenzen und erwarten eine nachhaltige Finanzierung der Vorsorge“, hält Deloitte-Schweiz-CEO Reto Savoia fest.
Eidgenössen sind offen für Kapitalerträge bei Rente
In der Umfrage hat eine Mehrheit nämlich auch eine stärkere Finanzierung der AHV über Kapitalerträge befürwortet, ähnlich wie dies bereits bei der Pensionskasse praktiziert wird. So soll der AHV-Fonds gezielt ausgebaut und das Geld am Kapitalmarkt investiert werden, um mit den daraus resultierenden Erträgen spätere Renten mitzufinanzieren zu können.
Gewinne der Nationalbank lassen sich schlecht planen
Zudem sprach sich beinahe die Hälfte der Befragten für eine befristete Erhöhung der Bundesbeiträge an die AHV aus, dies zweckgebunden durch die Umschichtung von Bundesgeldern. Ökonomisch wenig sinnvoll ist aus Sicht von Deloitte die von den Befragten befürwortete Verwendung von Gewinnen der Nationalbank. Die Ergebnisse der SNB seien volatil und nicht planbar.