Zweite Ausgabe von „Lahr singt“
: Aus hunderten Kehlen sollen in Lahr Adventslieder erklingen

Zum zweiten Mal lädt ein Team der katholischen Kirchengemeinde An der Schutter zu „Lahr singt“ ein. In der Kirche Sancta Maria werden kommenden Montag wieder bekannte Weihnachtsstücke angestimmt. Wir haben im Vorfeld mit den Initiatorinnen gesprochen.
Von
Pascal Lienhard
Lahr
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Freuen sich bereits auf die zweite Ausgabe von „Lahr singt“ in der Kirche Sancta Maria (von links): Martina Fraessle, Marlies Llombart und Alwine Wille

Baublies

Die Idee kam Alwine Wille in Köln. Gemeinsam mit ihrer Tochter besuchte die Lahrerin 2022 eine Veranstaltung im Rhein-Energie-Stadion, bei der 40 000 Menschen gemeinsam Weihnachtslieder sangen. „Das Gemeinschaftsgefühl war ganz besonders“, erinnert sie sich im Gespräch mit unserer Redaktion.

Zurück im Schwarzwald ließ Wille ein Gedanke nicht los: Ein solches Event wäre doch auch etwas für Lahr. Mit Martina Fraessle, Marlies Llombart und Bettina Richter-Klahs, wie Wille Teil des Gemeindeteam Sancta Maria, fand sie Verbündete für ihren Einfall.

Helmut Dold ist am Montag als Dirigent mit dabei

Rund 250 Besucherinnen und Besucher kamen vergangenes Weihnachten zur Premiere in der Kirche Sancta Maria in der Geroldsecker Vorstadt. „Da waren wir freudig überrascht“ erinnert sich Wille.

Am Montag, 23. Dezember, geht es nun zwischen 17 und 18 Uhr in die zweite Runde. Mit dabei ist Helmut Dold, auch bekannt als „De Hämme“, er wird dirigieren. Richter-Klahs gehört inzwischen nicht mehr zum Organisationsteam, dafür engagieren sich nun auch Lilli und Achim Wenzel-Teuber.

„Was die Anzahl an Besuchern angeht, gibt es noch Luft nach oben, es können gerne noch mehr kommen“, sagt Fraessle mit einem Lachen. Rund 500 Leute passen schließlich auf die Kirchenbänke. Wichtig sei, dass möglichst viele Menschen die Chance nutzen, um gemeinsam Weihnachtslieder zu singen. Das Trio freut sich vor allem auf das Erleben von Gemeinschaft und darauf, durch die Melodien in ein Weihnachtsgefühl zu kommen. „In den Familien wird ja kaum noch gesungen“, sagt Fraessle. „In unserer Jugend war das viel präsenter“, stimmt Wille zu. Viele hätten schon nach der Premiere gesagt, dass sie bei der zweiten Ausgabe wieder dabei sein werden.

Auch die „Weihnachtsbäckerei“ soll nicht fehlen

„Auf Konzerten bin ich inzwischen fast enttäuscht, wenn ich bei Weihnachtsliedern nicht mitsingen kann“, sagt Llombart mit einem Lachen.„Uns geht es darum, die Gemeinschaft zu erleben.“ Viele empfinden wohl ähnlich: Unlängst gab es laut Wille ein Weihnachtsliedersingen in Dortmund, an dem 75 000 Menschen teilnahmen. „Das Bedürfnis ist da“, sagt sie.

Gesungen werden in Lahr etwa Klassiker wie „Ihr Kinderlein kommet“, „Leise rieselt der Schnee“ oder „O Tannenbaum“. Zum Schluss erklingt zudem noch die „Weihnachtsbäckerei“ – damit alle mit einem wippenden Fuß aus der Kirche gehen, wie Wille erklärt. Einige Lieder wurden bereits im vergangenen Jahr gesungen, andere sind neu im Programm. Auch Strophen auf Englisch oder Französisch sind enthalten. „Man kann sie aber auch einfach weiter auf Deutsch mitsingen“, erklärt Fraessle. Bei der Liedauswahl habe man auf die Inhalte geachtet, es ginge um christliche und traditionelle Texte. Zwischen den Stücken gibt es kurze Textimpulse. Willkommen sei aber jeder, abseits des jeweiligen Glaubens oder der Konfession.

Der Eintritt zur ökumenischen Veranstaltung ist frei, es wird um eine Spende gebeten. Der Erlös geht wie im vergangenen Jahr ans Kinderkrankenhaus in Bethlehem. „Wir freuen uns und tun Gutes“, fasst Wille zusammen.

Lieblingslieder

Auf welche Stücke freuen sich die Macherinnen für Montag ganz besonders? Wille berichtet, dass die „Stille Nacht“ immer etwas Besonderes sei. Llombart liebt das Lied „Engel auf den Feldern singen“. Fraessle freut sich derweil auf „We wish you a merry Christmas“: „Das nimmt man mit, es ist einfach ein Ohrwurm.“

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