Zwei Vorstellungen im Parktheater: Tanz-Leben begeistert in Lahr mit einer bunten Show

Zur Show gehörten beeindruckende Choreografien.
Baublies- „Zirkus der Träume“ erzählt den Weg eines Kindes zur Tänzerin – mit Höhen und Tiefen.
- Über 150 Tänzerinnen von Tanz-Leben zeigten zwei Vorstellungen im Parktheater in Lahr.
- Musik mit großer Bandbreite: von Hip-Hop und moderner Klassik bis Jazz und Punkrock.
- Prägende Szenen: „Take Five“ im Fünfvierteltakt, „Für Elise“ auch in einer Punkrockversion.
- Die Protagonistin Johanna verliert den Vater, findet mit Schwester Luca zum Kern ihres Traums.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im Flyer zum „Zirkus der Träume“ hat Choreografin und Autorin Lea Gruenwald ein Zitat von Albert Einstein verwendet: „Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“ Ausnahmslos alle Tänzerinnen von Tanz-Leben (es gab keinen Tänzer in der Choreografie) haben sich dieses Zitat als Motto für ihr eigenes Engagement zu Herzen genommen.
Dass es aufgrund des Alters und der Trainingsdauer Unterschiede in der Darbietung gegeben hat, gehört zum Charme der Vorstellung. Der „Zirkus der Träume“ zeigt die Entwicklung eines Kindes hin zur professionellen Tänzerin mit Höhen und Tiefen. Hinter dem Stück steckt ein Wunsch, den vermutlich einige der Tänzerinnen teilen.
Ein sechsjähriges Mädchen, sie heißt auf der Bühne Johanna, ist vom ersten Theaterbesuch verzaubert. Sie erfüllt sich über lange Jahre – zuletzt mit weltweitem Erfolg – den Wunsch, selbst auf der Bühne zu stehen. Der Vater unterstützt sie, obwohl er seiner Tochter gedanklich nicht folgen kann. Sie bekommt dafür ein Tagebuch. Auf der ersten Seite hat der Vater Johanna diese Botschaft aufgeschrieben: „Die Welt braucht Menschen, die fühlen können.“
Eines Tages, zur Choreografie gehören Kulissen von New York und des Friedrichstadt-Palastes in Berlin, erkennt die berühmte Tänzerin Johanna, dass ihr etwas fehlt. Dazu kommt der Verlust des Vaters. Mithilfe der im Stück als bodenständig dargestellten Schwester Luca findet Johanna einen Weg, ihren ursprünglichen Traum weiterzuleben. Am Ende der mehr als zweistündigen Choreografie nimmt die erwachsene Johanna ein kleines Mädchen an die Hand und verspricht ihr, deren Traum zu erfüllen.
Auch bei der Musik gibt es besondere Einfälle
Ungewöhnlich und daher nicht weniger spannend war die Musik zu den verschiedenen Szenen, die ein Erzähler aus dem Off verbunden hat. Unvermeidlich, gerade vor der Kulisse des Empire State Buildings, sind „New York“ von Frank Sinatra oder „Puttin‘ on the Ritz“ aus der Feder von Irvin Berlin.
Aber: Wie viel Fantasie benötigte Lea Gruenwald für die Idee, den Anfang der Zweifel Johannes mit „Take Five“ (Dave-Brubeck-Quartett) anzukündigen? Der Jazzklassiker fällt – trotz des enorm hohen Wiedererkennungswertes – völlig aus dem Rahmen. „Take Five“ (übersetzt: „Nimm Fünf“) hat einen Fünf-Viertel-Takt, den alle Tänzerinnen auf der Bühne, unter anderem bei hektischen Aufzugfahrten, scheinbar mühelos bewältigt haben. Genauso großartig war „Für Elise“ von Wolfgang Amadeus Mozart – dargeboten einmal mit Klavier und einmal in einer Punkrockversion. Insgesamt passte die Bandbreite der musikalischen Themen von Hip-Hop über modernen Klassik bis zu Jazz exakt zur gesamten Darbietung.
Mozart erklingt in einer Punkrock-Version
Gruenwald hat die diesjährige Choreografie von Tanz-Leben als „Zusammenspiel von Tanz, Musik, Schauspiel, Emotionen, Gefühlen und Geschichte“ angekündigt. Alle auf der Bühne und hinter den Kulissen haben dieses Versprechen auf eine sehr menschliche Art gehalten. Diese Show – am Samstagabend war das Parktheater nahezu voll besetzt – war selbst für die gewohnt souveränen Darbietungen des Ensembles außergewöhnlich. Daher darf man gespannt sein, was da noch kommen wird.











