Zwei Tage lang Kunst und Akrobatik: Das gab’s beim Ettenheimer „Kukuk“-Festival zu sehen

Gut gelaunte Gesichter gab es beim Ettenheimer „Kukuk“-Festival zuhauf.
DecouxIn der Rohanstadt war in den vergangenen Tagen einiges los: Das zweitägige Straßen-Kulturfestival „Kukuk“ lockte wieder zahlreiche Familien an und bot ein abwechslungsreiches Programm aus Artistik, Akrobatik, Zauberei, Tanz und Komik. Neun hochkarätige Künstler sowie Künstler-Gruppen zeigten auf verschiedenen Plätzen in der Stadt ein 20-minütiges Programm, präsentiert von Stefan Zimmermann-Ehmer und seiner Frau Tina Ehmer. Sie hatten das Festival in Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Unternehmen Ettenheim zum zwölften Mal organisiert und waren glücklich über die Zusage von internationalen Künstlern und Caterern, die für Essen und Trinken gesorgt hatten.
Mitmachen ist häufig angesagt
Besonders beeindruckend war die spontane Improvisation der Künstler, die ihr Publikum aktiv in die Shows einbezogen. So wurden beispielsweise auf dem „Kukuk“-Platz die Mitarbeiter eines örtlichen Pizzalieferdienst kurzerhand von „El Coma“ in sein Programm integriert und spontan für eine Überraschung genutzt. Fast bei allen Auftritten waren die Besucher dazu eingeladen, als Statisten als Teil der Show mitzuwirken.

In Rollschuhen jonglieren und Witze reißen – das muss geübt sein.
Foto: DecouxEin Höhepunkt war der Auftritt des „Cyr Siux Circus“, bei dem der Artist aus Chile sein „Cyr Wheel“ mit beeindruckender Präzision beherrschte und sich sogar in die Arme eines Mannes warf.
Der Italiener Roberto Capitoni, regelmäßig im Quatsch-Comedy-Club vor der Kamera, präsentierte eine lebendige Stand-Up-Comedy auf Schwäbisch. „Les Touristes“ bezeichnet sich selbst als Artistenfamilie und bot den staunenden Zuschauern artistische und musikalische Comedy. „Till der Schotte“ outete sich nach seinem Auftritt mit einer Rollschuh-Jonglage-Show auf eine Halfpipe als Sachse und die witzige Franxi Natra scherzte auch mit den kleinsten Festivalbesucher, ehe sie ihre Hula-Hoop-Reifen kreisen ließ.

Die Darbietung im „Cyr Wheel“ sorgte für Begeisterung.
Foto: Decoux„Foolpool Maschinenwesen“ war ein beeindruckender Darsteller aus einer lebendig gewordenen Installation aus recycelten Fahrrädern. Erstklassige Zauberkunst mit erfrischender Comedy bot Michael Parlez, der nicht zum ersten Mal in Ettenheim war und „Camillas Element“ war eine fünf Meter hohe Eisenstange, die sie mit beeindruckender Körperbeherrschung erklomm.
Für die jüngsten Besucher bestand die Möglichkeit, sich von der Künstlerin Jane Dowers das Gesicht bemalen zu lassen und sich in ein buntes Fabelwesen zu verwandeln.
Aufgrund großzügiger Sponsoren war es den Zuschauern möglich, das Festivalwochenende für einen Eintritt von drei Euro zu besuchen. Die Künstler hatten zusätzlich um Hutspenden gebeten.