Zum 43. Mal
: Das war beim Rebmesser-Pokal in Friesenheim geboten

Die Gemeinde Friesenheim hat zum 43. Mal den Rebmesser-Pokal im Gebrauchshundesport ausgetragen. Auf dem Sportgelände im Ziegelhof traten rund 30 Teilnehmer an.
Von
Christine Bohnert-Seidel
Friesenheim
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Charlotte Schubnell ( von links), erste Bürgermeisterstellvertreterin, und Yannick Kaiser, Vorsitzender der Hundefreunde Friesenheim, beglückwünschten die Gewinner des Wanderpokals, Elena Lindemayr und Klaudia Firley.

Bohnert-Seidel

Knapp 30 Teilnehmer aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Frankreich und Polen machten das 43. Turnier um den Rebmesserpokal zum internationalen Ereignis. Mensch und Hund zeigten sich in bester Verständigung. In diesem Jahr geht der Wanderpokal an das Team Klaudia Firley (Polen) und Elena Lindemayr (Deutschland). Yannick Kayer, Vorsitzender der Hundefreunde, spricht von einer der schönsten Veranstaltungen im Hundesport.

Klaudia Firley hat in diesem Jahr in den Platzierungen abgeräumt. Mit ihrem Hund Qredo vom Lausitzeck – ein belgischer Schäferhund – holte sie sich den ersten Platz im Schutzhundesport, in der Internationalen Gebrauchshundeprüfung. Firley aus Posen in Polen hatte mit Abstand die weiteste Anreise mit 1003 Kilometern.

Für ihren Trainer fährt sie 2000 Kilometer pro Monat

Im Gespräch mit der unserer Redaktion erklärt die Polin: „Die Strecke fahre ich alleine einmal im Monat, um zu meinem Hundetrainer Yannick Kayser zu kommen. Für mich ist er weltweit der Beste.“ So fahre sie hin und zurück einmal im Monat gut 2000 Kilometer.

Obwohl viele Teilnehmer bereits unter der Woche den Hundeplatz auch zum Campingplatz umwandeln, stand bei allen der Wunsch nach Heimreise im Gesicht. Jedem einzelnen Teilnehmer gebührte große Anerkennung und einen Preis. Begeistert vom Wettkampf war Yannick Kayser, der das Pokalwochenende zu einem der schönsten auserkoren hatte. Dank galt von ihm vor allem in Richtung der Helferschar und dem Ehrenvorsitzenden Peter Müller sowie Achim Nissle, der auch in diesem Jahr zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden ist. Beide kümmerten sich um das Gelände und behielten alles im Blick.

Charlotte Schubnell, erste Bürgermeisterstellvertreterin, lobte den Stellenwert des Hundesports in Friesenheim, der mit dem Wettkampf den Namen Friesenheims in die Welt hinaus trage. Mit Leidenschaft und Können fühlten sich die Hundebesitzer ihren Tieren innig verbunden. Yannick Kayser lobte und ehrte die beiden „überragenden Schutzdiensthelfer“ Yannik Weiser und Daniel Fontes aus der Schweiz. Bei beiden hofft Yannick Kayser auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr. Seit vielen Jahren stehen auch die Prüferinnen Sue Chanraratne und Dunja Schmid sowie Rebecca Gülpers an der Seite des Vereins.

Das neue Dach kostete 11 000 Euro

Allen Helfern galt hier ein besonderer Dank. Die Mitglieder im Verein der Hundefreunde bereiteten allen Wettkampfteilnehmern zwei unvergessliche Tage auf einem Gelände, das einem Park gleicht. Unter den schattigen Bäumen fühlten sich Mensch und Tier pudelwohl. Den Kindern steht auf dem Gelände sogar ein kleiner Kinderspielplatz mit Drehkarussell zur Verfügung. Das Ambiente bleibt familiär und bei den Wettkämpfen hochkonzentriert. Den Tieren war die Lust an der Leistung anzusehen.

Dank galt Peter Müller, der mit seinem Sohn Louis und Albrecht Schäfer vor zwei Wochen das 11 000 Euro teure Dach auf der Terrasse angebracht hat. Ein Großteil kam über eine Spende von der Regionalstiftung der Sparkasse Offenburg/Ortenau und ein weiterer Teil von der Gemeinde Friesenheim über die Vereinsförderung.

Das zeichnet den Rebmesser-Pokal aus

Der Rebmesser-Pokal ist ein Wanderpokal, der seit 43 Jahren von der Gemeinde Friesenheim gestiftet und auf dem Sportgelände im „Ziegelhof“ ausgetragen wird. Der Pokal heißt so, weil das Rebmesser Teil des Friesenheimer Wappens ist und früher die Winzer damit die Reben geschnitten haben. Seit vielen Jahren ist der Rebmesser-Pokal sowie der Gebrauchshundesport ein internationaler Wettkampf. Allen Teilnehmern gemeinsam ist der Respekt gegenüber der Leistung jedes einzelnen. Auch die Letztplatzierten bleiben bis zum Schluss und würdigen die Leistungen der Preisträger. Mehr als 20 Helfer haben sich am Wochenende mit dem Vorstandsteam um das Wohl der Gäste gekümmert.

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